Dienstag, 11. November 2008

Halloween! Eine geniale Feier!

"Halloween Party" scheint hier in Budapest wohl auch kein Fremdwort darzustellen. Die Andrassianer sind allerdings dieses Jahr mal ein Tag früher dran gewesen mit dem Feiern. Eine Party die in der Andrassy Caféte organisiert wurde. Deko=1a! Musik auch ganz gut! Getränke-...... hehe ;) Einige meiner Komilitonen tranken noch mehrere Tage nach Halloween höchstens Cola.
Wir hatte wohl auch die ausgefallendsten Kostüme! Mein persönlicher Favorit ist Lukas mit seiner samt Persönlichkeit verwandelten Lebensart zum Joker. Er hatte mit unter wahrscheinlich die meiste Schminke im Gesicht. Er hatte mehr Schminke aufgelegt als alle Partyteilnehmer zusammen. Super Sache! Seltsam fand ich nur, dass er dazu rote Fingernägel hatte.... mhhhh wusste nicht, dass Joker auch so eine feminine Seite im neuen Streifen Batman äußert...
Ein weiteres legendäres und mit unter das mutigste Kostüm war noch Veit's Verkleidung: Er ging als Britney Spears mit geschorenen Haaren! :D hehe! Immer wenn man Veit zu nah kam, schrie er Britneylike auf.... im Sinn von: ... stups! .... AHHH!... :D hehe total witzig!
An Kreativität mangelts hier also absolut nicht.
Ich hab schon nächste Projekte in Gedanken... Man könnte hier Improvisationstheater machen! Das wär mal so richtig fenomenal. Die Leute dafür hätten wir auf jeden Fall!
In Planung steht noch ein Karaokeabend, und ein Krippenspiel, mal auf die andere Art und Weise, wobei ich mir da auf jeden Fall schon mal eine Mitregisseurrolle gesichert habe! hehehe :D

Montag, 27. Oktober 2008

In den dunklen Kammern des Grafen Vlad III Tepes Dracula


Seine Lieblingsfoltermethode war das Pfählen! Ein brutaler, grausamer, charmanter, charakterstarker Mann, der sich selten von Lebenden beirren hat lassen. Seine Räume waren nur für kurze Zeit unser Besuchspunkt mitten in den tiefen Wälder Transylvaniens, das Schloss in unheimlicher Nebeldecke versunken, waren die spartanisch, dunklen spitzen Türme, die die Umrisse der Türme ausmachten, noch zu erkennen. Nichts glamouröses hatten die Innenräume des Schlosses. Es war sehr einfach gestalten. Weiße Wände, dunkelbraune Sitzbänke an den Fenstern, sowie auch alle Möbel in dunklen brauntönen gehalten waren - Hartholz und Massivmöbel. Irgenwie muss ich sagen... Dracula hatte Geschmack: Zwar eine sehr einfache Einrichtung ohne großem Schnickschnack, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieses Schloss im Winter, viel Schnee in der Umgebung, ein warmes Feuer im Kamin, ein Bärenfell davor ausgelegt, eine wunderbar ausgebaute Leseecke..... warmer Tee... oder Glühwein... das hat schon seinen Flair! Dracula stell ich mir übrigens als sehr charismatischen Mann vor - mit einem Hauch des Unheimlichen. Dies ist seiner eher schweigsamer Natur und in passenden Momenten gewählter Wortwahl zugrunde zu legen. Ein Mann der die Aufmerksamkeit anderer gewählt auf sich ziehen kann. Starke Ausstrahlung, wenn im Vordergrund und dennoch mit der Fähigkeit in dunklen Hintergrund zu verschwinden. Uhhhhh sehr interessant! :)


Naja unsere Reise nach Rumänien begann ja nicht mit Dracula. Sondern mit 5 Stunden Bahnhoftraveling... eigentlich wollten wir bereits einen Bus um 15 Uhr nehmen. Da die Reservierung per Internet nicht so funktioniert hat, wie wir uns das vorgestellt hatten, versuchten wir es trotzdem und fanden und zu dritt am Busbahnhof wieder, an dem auch der Bus nach Cluj-Napoca abfuhr. Leider war dieser vollkommen überfüllt, sodass wir auf einen Alternativplan umsteigen mussten. Also suchten wir nach einem anderen Bus, der uns irgendwo in Cluj-Napoca absetzen würde. Nach 5 Stunden langwieriger Wartezeit hat es dann letztendlich doch geklappt für 3000 Ft. (~12 Euro) ganz bis nach Cluj-Napoca zu reisen.


Um 3 Uhr morgens angekommen, keinen Bani Lei in der Tasche, mussten wir irgendwie zur Jugendherberge kommen. Taxi wäre ja die nächstbeste Lösung gewesen, aber wie sollten wir den Rumänischen Taxifahrer auf fremder Sprache überzeugen, uns mitten in der Nacht ohne die richtige Währung dabei zu haben, zu dieser Herberge zu bringen, und ohne uns dabei so richtige gemein, in unerdenklichen Ausmaßen übers Ohr zu hauen?
Zum Glück saß neben uns ein sehr netter Szekély-Ungar, der uns etwa 10 Lei zur Fahrt spendierte. Sehr nette Menschen. So hatten wir gleich zu Beginn unseres Trips einen super Eindruck von den Menschen in Siebenbürgen. Es hatte auch ebenso den Anschein, als hätte uns ein Reiseschutzengel begleitet, denn jedesmal als wir uns in einer prikären Situation befanden, wurde uns die Lösung förmlich zugeworfen. Den Nachtzug von Cluj-Napoca nach Brasov hätten wir auch beinahe verpasst, hatten da gerade mal 3 Minuten vom Ticketschalter zum Gleis zu kommen, wo wir dann in letzter Sekunde doch noch einstiegen.

Dem rumänischen Nachtzug muss hier ein extra Ehrenabschnitt gewidmet werden, denn diese sind ein Erlebnis für sich. Wir fuhren 2. Klasse, das günstigere Ticket natürlich und saßen dann in einer dieser alten Zugkabinen, mit beige-orangen Wänden und bordeux-roten Kunstledercouchen auf der rechten und linken Seite. Scheinbar ist es in Rumänien Nachts ganz besonders kalt. Eigentlich stellen Sitzheizung ja einen enormen Luxus dar, vor allem wenn man bedenkt, dass in Rumänien in der 2. Klasse, sowas als Standardausstattung zählen soll. Aber mit dem Heizen wird es dort in Rumänien maßlos übertrieben. Diese Kunstledercouchen bestanden aus 2 Teilen: Einen Sitzbalken und den Balken für die Lehne; diese 2 Teile waren nicht fachgerecht befestigt, somit rutschte der Sitzbalken immer ein Stück weit nach außen. Durch den dadurch entstandenen Spalt, strömte nun förmlich die heiße Heizungsluft hervor und das direkt auf den ganzen Körper. Die Kabine verwandelte sich somit innerhalb von 20 Minuten in eine rumänische Starkheizsauna. Über 6 Stunden saßen wir in diesem Dampf und das geöffnete Fenster vermochte wenig Kühlung zu gewährleisten. Das ekelhafteste war ja - sind bereits im Schlafanzug bekleidet gewesen... in Jeans wäre so eine Hitze nicht ertragbar gewesen ... das man durch das Schwitzen eine unheimlich klebrige Unterlage hatte... Kunstleder ist nunmal einfach nicht für sowas gemacht. Der Spassfaktor war trotzdem unendlich hoch! :) Auch deshalb kann ich so eine Fahrt auf alle Fälle für Jedermann mit etwas Entdeckungsgeist empfehlen! Vor allem wenn eine Gruppe mehrerer Leute unterwegs ist! Super Spass und ein klasse Erlebnis für alle Zeit, die auf jeden Fall in Erinnerung bleiben wird!

Nun zum Kapitel der rumänischen Bevölkerung. Da wir ja nur 4 Tage im Lande verbracht haben, ist es ja schwer ein abgerundetes Bild abzugeben. Deshalb werde ich einfach von unseren Erlebnissen von dem Kontakt mit Rumänen berichten. Im Speziellen die Frauen bilden dort eine sehr aufgefallen Spezies von Mensch. Ein wenig zum Verrücktsein geneigt, eher dominante, aber auf ihre Art und Weise doch sehr warmherzige und oftmals hilfsbereite Menschen. Als wir in Brasov angekommen sind um halb 4 am Morgen und wir heil an der Rolling Stone Herberge klingelten, öffnete uns eine junge, im grünen Plüschschlafanzug, mit kurzen, schwarzen, zerzausten Haaren. Nachdem sie uns hereinbat, wurde ihr plötzlich schlecht und alles was ich noch sah, war, dass sie tief in die Hocke ging und sich nicht groß rührte. Bei Bewusstsein war sie ja, da sie uns noch in rumänischem Akzent mitteilen konnte:"I don't feel good". Als ich ihr aber erste Hilfeleistung geben wollte, offensichtlich war's ja ne simple Kreislaufschwäche, die mit Hinlegen und Beine hoch, ohne weiteres wieder in Ordnung kommen würde, schoss sie plötzlich hoch, meinte nur in harschem Ton: "Take off your shoes" und huschte in die Küche, wo sie dann für 5 Minuten erstmal verschwand. Ziemlich stürmischer Charakter. Das schien im Allgemeinen auch ihr Standardzustand zu sein, welcher ehrlich gesagt ziemlich zickig war - und auf Dauer wirklich unausstehlich. Nichts desto trotz war sie hilfsbereit und man hatte bei ihr und allem was sie tat, auf jeden Fall das Gefühl, dass sie tief im Inneren es doch wirklich nur gut meinte.

Am Besten von unserer Reise hat mir der Hauptplatz von Cluj, mit dem zauberhaften Brunnen und der Kathedrale im Hintergrund gefallen. Vor allem hat mich beeindruckt, dass der Springbrunnen sogar eine Herzform aus dem Wasser spritzen konnte - sowas hab ich einfach noch nicht gesehen. Außerdem war die Stimmung an diesem Platz sehr charismatisch und toll. Ein Platz an dem offensichtlich das ganze städtische Leben abspielt.

Noch eine Entdeckung konnte ich machen. Egal an welcher Straßenecke, Ort, Bahn.... an dem sich Kinder befanden, ist mir aufgefallen, dass diese Kinder um einiges besser erzogen zu sein scheinen als in Westeuropa oder Amerika. Das sind scheinbar noch Orte an dem es den Kindern noch erlaubt ist, wirklich Kind zu sein, ohne diese Maßenüberflutung von Medien.


Sonntag, 19. Oktober 2008

Oktober Review


Hallo zusammen! ENDLICH schaffe ichs mal ein Stündchen Pause einzulegen und ein bisschen über (zu meiner Schande im Hinblick auf mein Versprechen regelmäßig zu schreiben) die vergangenen Wochen zu berichten. Es ist mal wieder so einiges passiert und deshalb werde ich nur die Highlights zusammenfassen. Und im Schreiben fällt einem auch wie so oft, gleich so einiges wieder ein, das passiert ist.




3 NURMIS AT MARGITSZIGET

Eine Runde Margitsziget = Wellness Start in den Tag

Trotz aller Widerwillen, kaltem Wetter,.... es fesselt das warme Bett dich, schwer sind die Glieder, am liebsten will der Körper die Statik selbst verfolgen und dann meldet sich auch schon der innere Hund, der Schweinehund, der noch fauler ist als eine verrottete Tomate und flüstert dir ins Ohr: „Naja, nicht so schlimm. Du kannst doch noch liegen bleiben, Laufen kannst du morgen auch noch...“ Aber NEIN! 3 Läuferinnen haben sich nun gefunden und beschlossen jeden Montag morgen um 8 nach „Marathon“ zu trainieren. Ein viertel haben wir davon heute schon geschafft, das entspricht genau einer Runde auf einer wunderschönen Stadtinsel, auf der der farbenfrohe Herbst eingezogen ist und die eigene Seele während dem Laufen noch bunter aufstrahlen lässt. Ein bezauberndes Panorama und am Ende der Runde läuft man einem Ausblick entgegen das in folgender Weise beschrieben werden kann: Unter den Bögen der Margitbrücke, erscheint, je mehr man sich dem Donauufer, an der Spitze der Insel, nähert, das Parliament, von der Sonne in Licht eingekleidet, genau wie die Tauerweiden sanft die ersten morgendlichen Sonnenstrahlen durchscheinen lassen. Wirklich toll. Montag Laufen, Mittwoch Schwimmen....




OPER ZUR REINIGUNG DER SEELE

Die OPER! Ein Traum. Unbeschreiblich viel Prunk, aber ein Anblick auf den man nicht verzichten darf. Wenn man schon in Budapest lebt, auch wenn es sich dabei nur um eine kurze Zeit handelt, sollte ein Opernbesuch eine Pflicht darstellen. Am Samstag hab ich Puccini’s Tosca gesehen und es hat sehr gut gefallen. Es nützt wirklich nichts, sich Opern auf CD’s zu hören, solange man sie nicht einmal in einer Lifeaufführung gesehen hat. Nebendran hab ich noch eine feine chinesische Dame kennengelernt, die mir noch die Besonderheiten des Stückes erklärt hat, im Sinne von Schwächen und Stärken der Sänger. Michel (Links neben mir auf dem Bild) ist ebenso ein leidenschaftlicher Operngänger und so kam es auch flott zum Entschluss das reichlich ausgestattete Programm der Budapester Oper wöchentlich auszuschöpfen. Ich freue mich schon sehr auf die nächste Aufführung: Eine moderne Inszenierung von ELEKTRA. Dieses Stück soll sehr gut sein sagen alle Meinungen. Mal sehen ob sich das bewahrheitet.

KOCHEN UNTER FREUNDEN

Essen alleine ist nie wirklich so förderlich für den Appetitt, daher treffen wir uns einfach ab und an (mittlerweile regelmäßig) zum Kochen, Kreiren, Mischen, Mixen, Würfeln von Essen. J Fast schon ein Verein mit festem Kern (und den hab ich in die Welt gesetzt und bin stolz drauf!) trifft sich auch schon fast wöchentlich dieses super Kochprofiteam, das sich immer wieder auf neue Wege einlässt und immer wieder in die Abgründe des Kochens blickt. Letzte Woche hat uns Erzébet ihr Zuhause zur Verfügung gestellt um dieser großen Aufgabe nachzukommen. Es gab auch sehr leckere Entdeckungsgerichte, anfangs mit Mozzarella (ein leichter Start), dann im Ofen gebackenes Langos, und im

Anschluss der Hammer schlechthin: Amaretto-Mascarpone-Schaum mit Schokoladenpudding – ein Traum! Sebastian’s Weihnachtsnachtisch hat sich als Super-Kalorien-Granate erwiesen – aber an dieser Stelle will ich Erzébet zitieren: „Das ist pur WELLNESS!“ J Sehr lecker. Ich freu mich schon aufs nächste Kochen.

THE WORLD PRESS EXHIBITION IM MILLENARIS

Eine sehr gute Fotoausstellung von den besten Fotografien aus der World Press. Sehr beeindruckende Kombination von fotografischem Talent und Reportage. Bilder mit viel Aussagekraft und je nach dem politisch, gesellschaftlich von höchster Relevanz für die Welt.

Und ich war dabei !!!!!!!!!!! YAYAYAY!! I’m loving it! Man genießt hier sehr viel Kultur. Man badet förmlich in ihr!

KUNSTPALAST BUDAPEST

Ein sehr modernes Gebäude, neu gebaut um wiederum der Kunst der Musik und Theater ein Zuhause zu bieten. Der Bezirk in dem ich jetzt wohne soll sogar nun als kleines Kulturzentrum ausgebaut werden. Das wird aber wohl noch ein paar Jahre dauern. Aber mit dem „Müveszetek Palotája“ sind die Budapester auf dem besten Weg dahin. Moderne Architektur für exzellente Akustik, an der ich allerdings einen kleinen Mangel zu vermerken habe: In der Philharmonie von Béla Bartok war dann doch tatsächlich ein „scheppern“ von der linken Seitenwand zu hören! Ein Manko, und zwar ein großes, das hoffentlich bald repariert wird. Dieser Laut zwar auch nur einmal zu hören und dann nicht mehr, aber sowas darf eigentlich nicht passieren. Der Eintritt war wirklich nicht teuer. Für fast 3 Stunden Unterhaltung, darunter eben Béla Bartok, ein 300 Köpfe-Chor UND eine Dichterlesung für insgesamt nur 400 Ft. man bekommt dafür hier in Budapest in dem ein oder anderen Café nicht einmal einen Macchiatto zu dem Preis. Von daher stört einen wohl eine undichte Verkleidung dann auch nicht mehr so sehr. ;)

BUDAPESTER HOCHSCHULTAGE

HEY! Ich durfte sogar ein bisschen arbeiten. Diesmal sogar für meine Heimatuni Regensburg. Die hatte nämlich an den Budapester Hochschultagen, die international ausgelegt waren, auch einen Stand an dem ich als Messehostess aushelfen durfte. War echt ein witziger Job eigentlich. Da steht man dann den ganzen Tag und wartet auf neugierige und interessierte Studenten, die sich für ein Studium im Ausland interessieren, vorzugsweise natürlich in Regensburg. Problem war dabei aber, dass diese Tage an einem Wochenende stattgefunden haben und die meisten Studenten bereits heimgereist waren. Somit waren wir nicht selten alleine. Da hab ich mir aber auch wieder einen Akt geleistet. Diese Hochschultage haben in einer Uni (Müegyetem) auf Budaseite stattgefunden und die Treppenaufgänge sind mit Hacken versehen, damit man, falls hoher Besuch kommt, einen roten Teppich auslegen kann. Ich trug, um einen eleganten Eindruck, vor allem auch positiven, hohe Schuhe an einem der beiden Tage. Ich blieb mit dem Absatz an einem der Hacken hängen, als ich gerade auf dem Rückweg von

dem Büfe aus dem ersten Stock war, vollgepackt mit Tasse Café und so einigen Pogácsa (sehr leckeres ungarisches Gebäck), Treppe abwärts. Es flogen Tasse und Unterteller, samt Pogácsen, die sich auf dem Unterteller befanden. Ich, so akrobatisch wie ich mich in solchen Momenten immer sehr gerne gebe, hab es doch tatsächlich irgendwie geschafft, nur zwei Stufen tiefer auf meinen Knien zu stoppen. Super Aktion nach der ich schöne reife blaue Flecke davon getragen habe. Aber sonst ist zum Glück nichts schlimmes mehr passiert. Und ganz so viel Aufsehen habe ich, denke ich, auch nicht verursacht ;)

CONFISERIE GERBOUD

In einem der bekannstesten Konfiserien hier in Budapest, dem Gerboud, habe ich mir mit Freunden eine sehr bekannte Torte, genannt „Dobos“ schmecken lassen. Die Lage und Gegend dort ist sehr schön, dennoch ist das Gerboud wg. starkem Touristenzulauf einfach viel zu überteuert. Die Torte hat geschmeckt, aber ich glaube, dass eine kleine Confiserie, die noch so publik ist, mit Sicherheit bessere Leckereien zu günstigeren Preisen anbietet. Mal wieder ein Punkt an dem noch geforscht werden muss ;)

AUF DER SUCHE NACH AMARETTO








Es hat mich durchaus gefordert als ich bereits in den Xten Laden eingetreten bin um verzweifelt zu unserem tollen Kochabend, das nötige Amaretto für die Nachspeise zu besorgen. Aber ich habe es geschafft!!! Das will ich gleich mal vorwegnehmen. Und nebenbei habe ich ein fenomenales Panorama entdeckt – die Matyastemplom – die Matthiaskirche zu deutsch, die Abends in wunderschönem Licht erscheint. Ein Traum... da hab ichs nicht lassen können diesen Blick zu dokumentieren und aus dem anliegenden Brunnen gleich mal einen See zu zaubern J

VERPASSTER SONNENAUFGANG

Ich gab nur eine Anweisung „So Jungs, jetzt bitte mal cool kucken“! und dabei ist dieses Bild entstanden! Darf ich vorstellen: Das ist Veit, Lukas und Bernd! Sie sind bereits sehr gespannt auf den Sonnenaufgang in Budapest, in die Ferne blickend, nachdenklich wartend und „abkühlend“ mit Bier in der Hand, warten sie gemeinsam auf den Moment!

Der Titel sagt schon alles – es war zu kalt!

Sonntag, 21. September 2008






























So lernt man wohl am Besten ungarisch, im Véndiák! :)

Hallo Ihr Lieben!

Wiedermal bin ich schon lange nicht mehr zum Schreiben gekommen. Vieles ist passiert, dass ich mal wieder nicht weiss wo ich beginnen soll! Werd aber trotzdem mal mein Bestes geben.
Zunächst möchte ich da mal mit der Uni hier beginnen. Die erste Woche liegt nun bereits hinter mir und ich muss gestehen.... es gefällt mir sehr gut hier. Die Uni existiert ja erst seit 2002 und ist außerdem auch sehr klein. Das bedeutet, dass die Kurse hier auch wesentlich kleiner sind. Man hat viel besseren Kontakt zu den Professoren und wenn man Fragen hat, dann hat man ebenso gleich einen Ansprechpartner, der einem weiterhelfen kann. Vielmehr erscheint mir diese Uni, fast schon nach einer Woche einen sehr angenehmen familiären Hauch zu haben. Keine Massenvorlesungen. Keine verzweifelte Betreuung von Massen von Studenten. Viel qualifiziertes Personal für eine handvoll Studenten.
Um die geforderten 30 Kreditpunkte von Erasmus vollzukriegen habe ich mir eine Reihe von Kursen ausgesucht und mir eben in der ersten Woche die Vorlesung angehört, und bisher bin ich sehr positiv überrascht. Die Kurse gefallen mir überraschend gut. Leider gibt es geringeres BWL-Angebot, und VWL gibt es schon mehr aber auch nicht genug, dass ich mir meine Kredits alle anrechnen könnte. Nichts desto trotz. Das Angebot ist trotzdem sehr groß, sind aber alle Politiklastig bzw. Recht/Juralastig. So habe ich nun auch jeden Montag das Fach "US Constitutional Law" - ein Kurs der hier ausschließlich auf Englisch gehalten wird, in dem man lernt die Texte der Amerikanischen Geschichte,(Verfassung,... etc.) richtig zu lesen und im geschichtlich/rechtlich/politischen Zusammenhang richtig zu verstehen. (Da war ich schon von Anfang an begeistert, da der Kurs auf Englisch gehalten wird). Desweiteren belege ich hier die Fächer "Internationale Beziehungen", "Die politischen System der Staaten Europas", "Außenbeziehungen der EU", "Soziale Sicherungssysteme", "Empirische Wirtschaftsforschung", "Europäische Finanzwirtschaft II-Staatseinnahmen", und noch ein Fach, das sich vermutlich auch sehr anspruchsvoll gestalten wird, aber mir in dieser Woche mein Herz am höchsten hat schlagen lassen war: "Kulturanthropologie"
Zu diesem Fach nur mal in Stichpunkten ein paar Kommentare:
Thematische Auseinandersetzung mit der Wechselbeziehung zwischen Individuum und Gesellschaft - Blick in die Vergangenheit im Ungarischen Nationalmuseum, während des Unterrichts (wir sind tatsächlich in der 1. Stunde ins Museum gelaufen) - Eine der besten Arten die Theorie verständlich zu machen. Ein Museum nur von einem Aspekt zu betrachten ist wohl die effektivste Art diesen Aspekt in reinster Form zu verstehen. An diesem Freitag hatte ich nach dem Besuch und Führung unseres Professors, der uns alle wichtigen Aspekte erläutert hatte und wie ich meine ein sehr besonderer Charakter für sich zu sein scheint (einen Historiker hab ich mir nie anders vorgestellt...), das Gefühl, eine Zeitreise durch die Geschichte gemacht zu haben. Wirklich toll! Diesen Kurs habe ich so richtig genossen und freue mich auch schon auf nächsten Freitag! Mal ganz abgesehen von diesem Kurs waren die anderen Kurse ebenso spannend. Alle Thematiken lassen sich sehr schön auf aktuelle Geschehnisse beziehen - eine nützliche Sache ist das.


Die Uni bietet uns Studenten hier auch eine niedliche kleine Bibliothek. Da dort aber vielleicht nicht alle Literatur vorhanden ist hat die Uni aber auch noch voll die "Connections" ;) Wir können als Andrassy-Studenten natürlich auch in einer größeren Unibibliothek herumforschen, soweit wir einen Sondergenehmigung mit uns tragen.

Mit Literatur also gut versorgt, lebt sich das Studentenleben sehr schön hier ;) Mal ganz abgesehen von den nervigen Partys die hier laufend stattfinden.... Mensch... echt schlimm das ;)
Nein, mal im Ernst... ich habe von dem seit 4 Tagen laufenden Jazzfestival noch gar nichts erzählt, dass wie ich finde in den Massen an Kneipen vielleicht sogar ein klein wenig untergeht. Wenn ich nicht direkt in dem Bezirk wohnen würde wäre mir das Festival auch nicht aufgefallen. ABER da ich ja mal wieder, so wie ich finde absolut an der heißen Quelle sitze, befinden sich zu meiner Happiness alle kleinen Kneipen, Kleintheaterbühnen, Cafés in denen Jazzauftritte jeden Abend stattfinden (woraus im Prinzip das Festival bestand) mal wieder direkt vor meiner Haustür. Am Freitag waren wir auch in einer kleine Theaterbühne und haben uns von klassischem Jazz berieseln lassen. Wirklich toll. Wir hatten eindeutig das Privileg, Musikern beim Ausüben ihrer Leidenschaft zuzusehen, zumindest hatte der Drummer, die ganze Zeit über ein Lachen im Gesicht. Man hatte ihm den Spass an der Musik so richtig angesehen! Im Anschluss sind wir in so ne winzige Rockkneipe, und von da dann ins "Véndiak" gegangen. Dort fand echt cooles Karaoke statt, da wir aber nur zu dritt waren, blieb das Singen für den Abend aus. Nichts desto Trotz machen die dort sehr leckere Palacsinta und die Melange hat auch sehr gut geschmeckt. So hat sich wohl ein gemütlicher Abend gestaltet, bei dem wir (Erzébet und ich) Lukas die Kunst des Ungarischen beigebracht haben, nachdem wir sein GROßES Talent entdeckt haben. Ich bin sehr gespannt wie sich das weiter entwickeln wird!

Am Samstag hieß es dann erstmal.... DIIIIIE Stadt erkunden! So geht da nämlich nicht weiter... Keine blassen Schimmer von dem Metrosystem hier zu haben kann in der ein oder anderen Situation nämlich ziemlich fatal sein. Deshalb habe ich die paar Sonnenstrahlen am Himmel am Samstag gegen 12, gleich mal nutzen wollen um auf den Heldenplatz zu fahren und ENDLICH meine Kamera zu benutzen, die ich schon seit Tagen streichele, um sie zu trösten, weil das Wetter hier plötzlich so schlecht geworden ist!
Also mach ich mich auf den Weg zum Kalvintér, klügel das Metrosystem aus.... war dann doch nicht so kompliziert wie ich zuvor dachte, steige in die Metro ein und fahre Richtung Heldenplatz. Nur mal um einen kleinen Vergleich zu gestatten.... Ich muss die Metro hier hoch loben. Sie ist verhältnismäßig sauber und absolut nicht zu vergleichen mit der Metro in Paris. Die Gestalten sind schon hin und wieder dubios, dennoch ist meiner Ansicht nach die Ausstrahlung Pariser dubioser Typen in der Metro schon noch ein wenig stärker.
Bin ich also an der Station am Heldenplatz angekommen und laufe die Treppen hoch um die Unterwelt zu verlassen und das Licht der eigentlichen Welt zu erblicken, als ich schon im Hinauflaufen Parolengesang und Rockmusik höre. Ja, da bin ich wohl in eine Life-Demonstration reingeschlittert. Auf dem Heldenplatz haben sich an diesem 20. Sept. gut geschätzte 200 Leute mit Flaggen und National"aufrüstung" wiedergefunden. Spannende Sache das. Hab es auch auf Fotos festgehalten so gut es ging. Bin leider aber ein bisschen klein, somit konnte ich nicht wirklich die Position finden. Das witzige an dem Tag war allerdings, dass wie's ausgesehen hat am Heldenplatz eine Demonstration der Rechten war, und vor dem Parlament, an dem ich auch vorbeigelaufen bin, etwa eine Stunde später, nach dem ich von dem Schwimmbad auf der Margareteninsel auf dem Heimweg war, Gyurcsanyi gerade auf einer Tribune eine Rede gehalten hat. An diesem Tag hat man die Möglichkeit gehabt auch an der politischen Welt Ungarns einen Einblick zu bekommen. Die Bilder werde ich euch auch online stellen.

So, ja und um dem ganzen Tag noch ein kleines Sahnehäubchen, gabs gestern noch eine Geburtstagsparty, an der auch fast die ganze Uni eingeladen war! Einfach ein super witziger Abend.
Ich muss gestehen, dass jetzt vom vielen Rekapitulieren, was denn nun alles die Woche passiert ist, mir ein bisschen die Luft ausgegangen ist. Daher werd ich einfach mal hier ein Schlusswort setzten mit GANZ LIEBEN GRÜßEN AN EUCH ALLE!!! Werde mich bemühen in kürzeren Abständen immer mal wieder zu schreiben. Denn so lass ich ja die Hälfte weg ;) und das geht mal gar nicht!

Montag, 15. September 2008



Starring Sebastian mit perfekter Aussprache!