Dienstag, 11. November 2008

Halloween! Eine geniale Feier!

"Halloween Party" scheint hier in Budapest wohl auch kein Fremdwort darzustellen. Die Andrassianer sind allerdings dieses Jahr mal ein Tag früher dran gewesen mit dem Feiern. Eine Party die in der Andrassy Caféte organisiert wurde. Deko=1a! Musik auch ganz gut! Getränke-...... hehe ;) Einige meiner Komilitonen tranken noch mehrere Tage nach Halloween höchstens Cola.
Wir hatte wohl auch die ausgefallendsten Kostüme! Mein persönlicher Favorit ist Lukas mit seiner samt Persönlichkeit verwandelten Lebensart zum Joker. Er hatte mit unter wahrscheinlich die meiste Schminke im Gesicht. Er hatte mehr Schminke aufgelegt als alle Partyteilnehmer zusammen. Super Sache! Seltsam fand ich nur, dass er dazu rote Fingernägel hatte.... mhhhh wusste nicht, dass Joker auch so eine feminine Seite im neuen Streifen Batman äußert...
Ein weiteres legendäres und mit unter das mutigste Kostüm war noch Veit's Verkleidung: Er ging als Britney Spears mit geschorenen Haaren! :D hehe! Immer wenn man Veit zu nah kam, schrie er Britneylike auf.... im Sinn von: ... stups! .... AHHH!... :D hehe total witzig!
An Kreativität mangelts hier also absolut nicht.
Ich hab schon nächste Projekte in Gedanken... Man könnte hier Improvisationstheater machen! Das wär mal so richtig fenomenal. Die Leute dafür hätten wir auf jeden Fall!
In Planung steht noch ein Karaokeabend, und ein Krippenspiel, mal auf die andere Art und Weise, wobei ich mir da auf jeden Fall schon mal eine Mitregisseurrolle gesichert habe! hehehe :D

Montag, 27. Oktober 2008

In den dunklen Kammern des Grafen Vlad III Tepes Dracula


Seine Lieblingsfoltermethode war das Pfählen! Ein brutaler, grausamer, charmanter, charakterstarker Mann, der sich selten von Lebenden beirren hat lassen. Seine Räume waren nur für kurze Zeit unser Besuchspunkt mitten in den tiefen Wälder Transylvaniens, das Schloss in unheimlicher Nebeldecke versunken, waren die spartanisch, dunklen spitzen Türme, die die Umrisse der Türme ausmachten, noch zu erkennen. Nichts glamouröses hatten die Innenräume des Schlosses. Es war sehr einfach gestalten. Weiße Wände, dunkelbraune Sitzbänke an den Fenstern, sowie auch alle Möbel in dunklen brauntönen gehalten waren - Hartholz und Massivmöbel. Irgenwie muss ich sagen... Dracula hatte Geschmack: Zwar eine sehr einfache Einrichtung ohne großem Schnickschnack, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieses Schloss im Winter, viel Schnee in der Umgebung, ein warmes Feuer im Kamin, ein Bärenfell davor ausgelegt, eine wunderbar ausgebaute Leseecke..... warmer Tee... oder Glühwein... das hat schon seinen Flair! Dracula stell ich mir übrigens als sehr charismatischen Mann vor - mit einem Hauch des Unheimlichen. Dies ist seiner eher schweigsamer Natur und in passenden Momenten gewählter Wortwahl zugrunde zu legen. Ein Mann der die Aufmerksamkeit anderer gewählt auf sich ziehen kann. Starke Ausstrahlung, wenn im Vordergrund und dennoch mit der Fähigkeit in dunklen Hintergrund zu verschwinden. Uhhhhh sehr interessant! :)


Naja unsere Reise nach Rumänien begann ja nicht mit Dracula. Sondern mit 5 Stunden Bahnhoftraveling... eigentlich wollten wir bereits einen Bus um 15 Uhr nehmen. Da die Reservierung per Internet nicht so funktioniert hat, wie wir uns das vorgestellt hatten, versuchten wir es trotzdem und fanden und zu dritt am Busbahnhof wieder, an dem auch der Bus nach Cluj-Napoca abfuhr. Leider war dieser vollkommen überfüllt, sodass wir auf einen Alternativplan umsteigen mussten. Also suchten wir nach einem anderen Bus, der uns irgendwo in Cluj-Napoca absetzen würde. Nach 5 Stunden langwieriger Wartezeit hat es dann letztendlich doch geklappt für 3000 Ft. (~12 Euro) ganz bis nach Cluj-Napoca zu reisen.


Um 3 Uhr morgens angekommen, keinen Bani Lei in der Tasche, mussten wir irgendwie zur Jugendherberge kommen. Taxi wäre ja die nächstbeste Lösung gewesen, aber wie sollten wir den Rumänischen Taxifahrer auf fremder Sprache überzeugen, uns mitten in der Nacht ohne die richtige Währung dabei zu haben, zu dieser Herberge zu bringen, und ohne uns dabei so richtige gemein, in unerdenklichen Ausmaßen übers Ohr zu hauen?
Zum Glück saß neben uns ein sehr netter Szekély-Ungar, der uns etwa 10 Lei zur Fahrt spendierte. Sehr nette Menschen. So hatten wir gleich zu Beginn unseres Trips einen super Eindruck von den Menschen in Siebenbürgen. Es hatte auch ebenso den Anschein, als hätte uns ein Reiseschutzengel begleitet, denn jedesmal als wir uns in einer prikären Situation befanden, wurde uns die Lösung förmlich zugeworfen. Den Nachtzug von Cluj-Napoca nach Brasov hätten wir auch beinahe verpasst, hatten da gerade mal 3 Minuten vom Ticketschalter zum Gleis zu kommen, wo wir dann in letzter Sekunde doch noch einstiegen.

Dem rumänischen Nachtzug muss hier ein extra Ehrenabschnitt gewidmet werden, denn diese sind ein Erlebnis für sich. Wir fuhren 2. Klasse, das günstigere Ticket natürlich und saßen dann in einer dieser alten Zugkabinen, mit beige-orangen Wänden und bordeux-roten Kunstledercouchen auf der rechten und linken Seite. Scheinbar ist es in Rumänien Nachts ganz besonders kalt. Eigentlich stellen Sitzheizung ja einen enormen Luxus dar, vor allem wenn man bedenkt, dass in Rumänien in der 2. Klasse, sowas als Standardausstattung zählen soll. Aber mit dem Heizen wird es dort in Rumänien maßlos übertrieben. Diese Kunstledercouchen bestanden aus 2 Teilen: Einen Sitzbalken und den Balken für die Lehne; diese 2 Teile waren nicht fachgerecht befestigt, somit rutschte der Sitzbalken immer ein Stück weit nach außen. Durch den dadurch entstandenen Spalt, strömte nun förmlich die heiße Heizungsluft hervor und das direkt auf den ganzen Körper. Die Kabine verwandelte sich somit innerhalb von 20 Minuten in eine rumänische Starkheizsauna. Über 6 Stunden saßen wir in diesem Dampf und das geöffnete Fenster vermochte wenig Kühlung zu gewährleisten. Das ekelhafteste war ja - sind bereits im Schlafanzug bekleidet gewesen... in Jeans wäre so eine Hitze nicht ertragbar gewesen ... das man durch das Schwitzen eine unheimlich klebrige Unterlage hatte... Kunstleder ist nunmal einfach nicht für sowas gemacht. Der Spassfaktor war trotzdem unendlich hoch! :) Auch deshalb kann ich so eine Fahrt auf alle Fälle für Jedermann mit etwas Entdeckungsgeist empfehlen! Vor allem wenn eine Gruppe mehrerer Leute unterwegs ist! Super Spass und ein klasse Erlebnis für alle Zeit, die auf jeden Fall in Erinnerung bleiben wird!

Nun zum Kapitel der rumänischen Bevölkerung. Da wir ja nur 4 Tage im Lande verbracht haben, ist es ja schwer ein abgerundetes Bild abzugeben. Deshalb werde ich einfach von unseren Erlebnissen von dem Kontakt mit Rumänen berichten. Im Speziellen die Frauen bilden dort eine sehr aufgefallen Spezies von Mensch. Ein wenig zum Verrücktsein geneigt, eher dominante, aber auf ihre Art und Weise doch sehr warmherzige und oftmals hilfsbereite Menschen. Als wir in Brasov angekommen sind um halb 4 am Morgen und wir heil an der Rolling Stone Herberge klingelten, öffnete uns eine junge, im grünen Plüschschlafanzug, mit kurzen, schwarzen, zerzausten Haaren. Nachdem sie uns hereinbat, wurde ihr plötzlich schlecht und alles was ich noch sah, war, dass sie tief in die Hocke ging und sich nicht groß rührte. Bei Bewusstsein war sie ja, da sie uns noch in rumänischem Akzent mitteilen konnte:"I don't feel good". Als ich ihr aber erste Hilfeleistung geben wollte, offensichtlich war's ja ne simple Kreislaufschwäche, die mit Hinlegen und Beine hoch, ohne weiteres wieder in Ordnung kommen würde, schoss sie plötzlich hoch, meinte nur in harschem Ton: "Take off your shoes" und huschte in die Küche, wo sie dann für 5 Minuten erstmal verschwand. Ziemlich stürmischer Charakter. Das schien im Allgemeinen auch ihr Standardzustand zu sein, welcher ehrlich gesagt ziemlich zickig war - und auf Dauer wirklich unausstehlich. Nichts desto trotz war sie hilfsbereit und man hatte bei ihr und allem was sie tat, auf jeden Fall das Gefühl, dass sie tief im Inneren es doch wirklich nur gut meinte.

Am Besten von unserer Reise hat mir der Hauptplatz von Cluj, mit dem zauberhaften Brunnen und der Kathedrale im Hintergrund gefallen. Vor allem hat mich beeindruckt, dass der Springbrunnen sogar eine Herzform aus dem Wasser spritzen konnte - sowas hab ich einfach noch nicht gesehen. Außerdem war die Stimmung an diesem Platz sehr charismatisch und toll. Ein Platz an dem offensichtlich das ganze städtische Leben abspielt.

Noch eine Entdeckung konnte ich machen. Egal an welcher Straßenecke, Ort, Bahn.... an dem sich Kinder befanden, ist mir aufgefallen, dass diese Kinder um einiges besser erzogen zu sein scheinen als in Westeuropa oder Amerika. Das sind scheinbar noch Orte an dem es den Kindern noch erlaubt ist, wirklich Kind zu sein, ohne diese Maßenüberflutung von Medien.


Sonntag, 19. Oktober 2008

Oktober Review


Hallo zusammen! ENDLICH schaffe ichs mal ein Stündchen Pause einzulegen und ein bisschen über (zu meiner Schande im Hinblick auf mein Versprechen regelmäßig zu schreiben) die vergangenen Wochen zu berichten. Es ist mal wieder so einiges passiert und deshalb werde ich nur die Highlights zusammenfassen. Und im Schreiben fällt einem auch wie so oft, gleich so einiges wieder ein, das passiert ist.




3 NURMIS AT MARGITSZIGET

Eine Runde Margitsziget = Wellness Start in den Tag

Trotz aller Widerwillen, kaltem Wetter,.... es fesselt das warme Bett dich, schwer sind die Glieder, am liebsten will der Körper die Statik selbst verfolgen und dann meldet sich auch schon der innere Hund, der Schweinehund, der noch fauler ist als eine verrottete Tomate und flüstert dir ins Ohr: „Naja, nicht so schlimm. Du kannst doch noch liegen bleiben, Laufen kannst du morgen auch noch...“ Aber NEIN! 3 Läuferinnen haben sich nun gefunden und beschlossen jeden Montag morgen um 8 nach „Marathon“ zu trainieren. Ein viertel haben wir davon heute schon geschafft, das entspricht genau einer Runde auf einer wunderschönen Stadtinsel, auf der der farbenfrohe Herbst eingezogen ist und die eigene Seele während dem Laufen noch bunter aufstrahlen lässt. Ein bezauberndes Panorama und am Ende der Runde läuft man einem Ausblick entgegen das in folgender Weise beschrieben werden kann: Unter den Bögen der Margitbrücke, erscheint, je mehr man sich dem Donauufer, an der Spitze der Insel, nähert, das Parliament, von der Sonne in Licht eingekleidet, genau wie die Tauerweiden sanft die ersten morgendlichen Sonnenstrahlen durchscheinen lassen. Wirklich toll. Montag Laufen, Mittwoch Schwimmen....




OPER ZUR REINIGUNG DER SEELE

Die OPER! Ein Traum. Unbeschreiblich viel Prunk, aber ein Anblick auf den man nicht verzichten darf. Wenn man schon in Budapest lebt, auch wenn es sich dabei nur um eine kurze Zeit handelt, sollte ein Opernbesuch eine Pflicht darstellen. Am Samstag hab ich Puccini’s Tosca gesehen und es hat sehr gut gefallen. Es nützt wirklich nichts, sich Opern auf CD’s zu hören, solange man sie nicht einmal in einer Lifeaufführung gesehen hat. Nebendran hab ich noch eine feine chinesische Dame kennengelernt, die mir noch die Besonderheiten des Stückes erklärt hat, im Sinne von Schwächen und Stärken der Sänger. Michel (Links neben mir auf dem Bild) ist ebenso ein leidenschaftlicher Operngänger und so kam es auch flott zum Entschluss das reichlich ausgestattete Programm der Budapester Oper wöchentlich auszuschöpfen. Ich freue mich schon sehr auf die nächste Aufführung: Eine moderne Inszenierung von ELEKTRA. Dieses Stück soll sehr gut sein sagen alle Meinungen. Mal sehen ob sich das bewahrheitet.

KOCHEN UNTER FREUNDEN

Essen alleine ist nie wirklich so förderlich für den Appetitt, daher treffen wir uns einfach ab und an (mittlerweile regelmäßig) zum Kochen, Kreiren, Mischen, Mixen, Würfeln von Essen. J Fast schon ein Verein mit festem Kern (und den hab ich in die Welt gesetzt und bin stolz drauf!) trifft sich auch schon fast wöchentlich dieses super Kochprofiteam, das sich immer wieder auf neue Wege einlässt und immer wieder in die Abgründe des Kochens blickt. Letzte Woche hat uns Erzébet ihr Zuhause zur Verfügung gestellt um dieser großen Aufgabe nachzukommen. Es gab auch sehr leckere Entdeckungsgerichte, anfangs mit Mozzarella (ein leichter Start), dann im Ofen gebackenes Langos, und im

Anschluss der Hammer schlechthin: Amaretto-Mascarpone-Schaum mit Schokoladenpudding – ein Traum! Sebastian’s Weihnachtsnachtisch hat sich als Super-Kalorien-Granate erwiesen – aber an dieser Stelle will ich Erzébet zitieren: „Das ist pur WELLNESS!“ J Sehr lecker. Ich freu mich schon aufs nächste Kochen.

THE WORLD PRESS EXHIBITION IM MILLENARIS

Eine sehr gute Fotoausstellung von den besten Fotografien aus der World Press. Sehr beeindruckende Kombination von fotografischem Talent und Reportage. Bilder mit viel Aussagekraft und je nach dem politisch, gesellschaftlich von höchster Relevanz für die Welt.

Und ich war dabei !!!!!!!!!!! YAYAYAY!! I’m loving it! Man genießt hier sehr viel Kultur. Man badet förmlich in ihr!

KUNSTPALAST BUDAPEST

Ein sehr modernes Gebäude, neu gebaut um wiederum der Kunst der Musik und Theater ein Zuhause zu bieten. Der Bezirk in dem ich jetzt wohne soll sogar nun als kleines Kulturzentrum ausgebaut werden. Das wird aber wohl noch ein paar Jahre dauern. Aber mit dem „Müveszetek Palotája“ sind die Budapester auf dem besten Weg dahin. Moderne Architektur für exzellente Akustik, an der ich allerdings einen kleinen Mangel zu vermerken habe: In der Philharmonie von Béla Bartok war dann doch tatsächlich ein „scheppern“ von der linken Seitenwand zu hören! Ein Manko, und zwar ein großes, das hoffentlich bald repariert wird. Dieser Laut zwar auch nur einmal zu hören und dann nicht mehr, aber sowas darf eigentlich nicht passieren. Der Eintritt war wirklich nicht teuer. Für fast 3 Stunden Unterhaltung, darunter eben Béla Bartok, ein 300 Köpfe-Chor UND eine Dichterlesung für insgesamt nur 400 Ft. man bekommt dafür hier in Budapest in dem ein oder anderen Café nicht einmal einen Macchiatto zu dem Preis. Von daher stört einen wohl eine undichte Verkleidung dann auch nicht mehr so sehr. ;)

BUDAPESTER HOCHSCHULTAGE

HEY! Ich durfte sogar ein bisschen arbeiten. Diesmal sogar für meine Heimatuni Regensburg. Die hatte nämlich an den Budapester Hochschultagen, die international ausgelegt waren, auch einen Stand an dem ich als Messehostess aushelfen durfte. War echt ein witziger Job eigentlich. Da steht man dann den ganzen Tag und wartet auf neugierige und interessierte Studenten, die sich für ein Studium im Ausland interessieren, vorzugsweise natürlich in Regensburg. Problem war dabei aber, dass diese Tage an einem Wochenende stattgefunden haben und die meisten Studenten bereits heimgereist waren. Somit waren wir nicht selten alleine. Da hab ich mir aber auch wieder einen Akt geleistet. Diese Hochschultage haben in einer Uni (Müegyetem) auf Budaseite stattgefunden und die Treppenaufgänge sind mit Hacken versehen, damit man, falls hoher Besuch kommt, einen roten Teppich auslegen kann. Ich trug, um einen eleganten Eindruck, vor allem auch positiven, hohe Schuhe an einem der beiden Tage. Ich blieb mit dem Absatz an einem der Hacken hängen, als ich gerade auf dem Rückweg von

dem Büfe aus dem ersten Stock war, vollgepackt mit Tasse Café und so einigen Pogácsa (sehr leckeres ungarisches Gebäck), Treppe abwärts. Es flogen Tasse und Unterteller, samt Pogácsen, die sich auf dem Unterteller befanden. Ich, so akrobatisch wie ich mich in solchen Momenten immer sehr gerne gebe, hab es doch tatsächlich irgendwie geschafft, nur zwei Stufen tiefer auf meinen Knien zu stoppen. Super Aktion nach der ich schöne reife blaue Flecke davon getragen habe. Aber sonst ist zum Glück nichts schlimmes mehr passiert. Und ganz so viel Aufsehen habe ich, denke ich, auch nicht verursacht ;)

CONFISERIE GERBOUD

In einem der bekannstesten Konfiserien hier in Budapest, dem Gerboud, habe ich mir mit Freunden eine sehr bekannte Torte, genannt „Dobos“ schmecken lassen. Die Lage und Gegend dort ist sehr schön, dennoch ist das Gerboud wg. starkem Touristenzulauf einfach viel zu überteuert. Die Torte hat geschmeckt, aber ich glaube, dass eine kleine Confiserie, die noch so publik ist, mit Sicherheit bessere Leckereien zu günstigeren Preisen anbietet. Mal wieder ein Punkt an dem noch geforscht werden muss ;)

AUF DER SUCHE NACH AMARETTO








Es hat mich durchaus gefordert als ich bereits in den Xten Laden eingetreten bin um verzweifelt zu unserem tollen Kochabend, das nötige Amaretto für die Nachspeise zu besorgen. Aber ich habe es geschafft!!! Das will ich gleich mal vorwegnehmen. Und nebenbei habe ich ein fenomenales Panorama entdeckt – die Matyastemplom – die Matthiaskirche zu deutsch, die Abends in wunderschönem Licht erscheint. Ein Traum... da hab ichs nicht lassen können diesen Blick zu dokumentieren und aus dem anliegenden Brunnen gleich mal einen See zu zaubern J

VERPASSTER SONNENAUFGANG

Ich gab nur eine Anweisung „So Jungs, jetzt bitte mal cool kucken“! und dabei ist dieses Bild entstanden! Darf ich vorstellen: Das ist Veit, Lukas und Bernd! Sie sind bereits sehr gespannt auf den Sonnenaufgang in Budapest, in die Ferne blickend, nachdenklich wartend und „abkühlend“ mit Bier in der Hand, warten sie gemeinsam auf den Moment!

Der Titel sagt schon alles – es war zu kalt!

Sonntag, 21. September 2008






























So lernt man wohl am Besten ungarisch, im Véndiák! :)

Hallo Ihr Lieben!

Wiedermal bin ich schon lange nicht mehr zum Schreiben gekommen. Vieles ist passiert, dass ich mal wieder nicht weiss wo ich beginnen soll! Werd aber trotzdem mal mein Bestes geben.
Zunächst möchte ich da mal mit der Uni hier beginnen. Die erste Woche liegt nun bereits hinter mir und ich muss gestehen.... es gefällt mir sehr gut hier. Die Uni existiert ja erst seit 2002 und ist außerdem auch sehr klein. Das bedeutet, dass die Kurse hier auch wesentlich kleiner sind. Man hat viel besseren Kontakt zu den Professoren und wenn man Fragen hat, dann hat man ebenso gleich einen Ansprechpartner, der einem weiterhelfen kann. Vielmehr erscheint mir diese Uni, fast schon nach einer Woche einen sehr angenehmen familiären Hauch zu haben. Keine Massenvorlesungen. Keine verzweifelte Betreuung von Massen von Studenten. Viel qualifiziertes Personal für eine handvoll Studenten.
Um die geforderten 30 Kreditpunkte von Erasmus vollzukriegen habe ich mir eine Reihe von Kursen ausgesucht und mir eben in der ersten Woche die Vorlesung angehört, und bisher bin ich sehr positiv überrascht. Die Kurse gefallen mir überraschend gut. Leider gibt es geringeres BWL-Angebot, und VWL gibt es schon mehr aber auch nicht genug, dass ich mir meine Kredits alle anrechnen könnte. Nichts desto trotz. Das Angebot ist trotzdem sehr groß, sind aber alle Politiklastig bzw. Recht/Juralastig. So habe ich nun auch jeden Montag das Fach "US Constitutional Law" - ein Kurs der hier ausschließlich auf Englisch gehalten wird, in dem man lernt die Texte der Amerikanischen Geschichte,(Verfassung,... etc.) richtig zu lesen und im geschichtlich/rechtlich/politischen Zusammenhang richtig zu verstehen. (Da war ich schon von Anfang an begeistert, da der Kurs auf Englisch gehalten wird). Desweiteren belege ich hier die Fächer "Internationale Beziehungen", "Die politischen System der Staaten Europas", "Außenbeziehungen der EU", "Soziale Sicherungssysteme", "Empirische Wirtschaftsforschung", "Europäische Finanzwirtschaft II-Staatseinnahmen", und noch ein Fach, das sich vermutlich auch sehr anspruchsvoll gestalten wird, aber mir in dieser Woche mein Herz am höchsten hat schlagen lassen war: "Kulturanthropologie"
Zu diesem Fach nur mal in Stichpunkten ein paar Kommentare:
Thematische Auseinandersetzung mit der Wechselbeziehung zwischen Individuum und Gesellschaft - Blick in die Vergangenheit im Ungarischen Nationalmuseum, während des Unterrichts (wir sind tatsächlich in der 1. Stunde ins Museum gelaufen) - Eine der besten Arten die Theorie verständlich zu machen. Ein Museum nur von einem Aspekt zu betrachten ist wohl die effektivste Art diesen Aspekt in reinster Form zu verstehen. An diesem Freitag hatte ich nach dem Besuch und Führung unseres Professors, der uns alle wichtigen Aspekte erläutert hatte und wie ich meine ein sehr besonderer Charakter für sich zu sein scheint (einen Historiker hab ich mir nie anders vorgestellt...), das Gefühl, eine Zeitreise durch die Geschichte gemacht zu haben. Wirklich toll! Diesen Kurs habe ich so richtig genossen und freue mich auch schon auf nächsten Freitag! Mal ganz abgesehen von diesem Kurs waren die anderen Kurse ebenso spannend. Alle Thematiken lassen sich sehr schön auf aktuelle Geschehnisse beziehen - eine nützliche Sache ist das.


Die Uni bietet uns Studenten hier auch eine niedliche kleine Bibliothek. Da dort aber vielleicht nicht alle Literatur vorhanden ist hat die Uni aber auch noch voll die "Connections" ;) Wir können als Andrassy-Studenten natürlich auch in einer größeren Unibibliothek herumforschen, soweit wir einen Sondergenehmigung mit uns tragen.

Mit Literatur also gut versorgt, lebt sich das Studentenleben sehr schön hier ;) Mal ganz abgesehen von den nervigen Partys die hier laufend stattfinden.... Mensch... echt schlimm das ;)
Nein, mal im Ernst... ich habe von dem seit 4 Tagen laufenden Jazzfestival noch gar nichts erzählt, dass wie ich finde in den Massen an Kneipen vielleicht sogar ein klein wenig untergeht. Wenn ich nicht direkt in dem Bezirk wohnen würde wäre mir das Festival auch nicht aufgefallen. ABER da ich ja mal wieder, so wie ich finde absolut an der heißen Quelle sitze, befinden sich zu meiner Happiness alle kleinen Kneipen, Kleintheaterbühnen, Cafés in denen Jazzauftritte jeden Abend stattfinden (woraus im Prinzip das Festival bestand) mal wieder direkt vor meiner Haustür. Am Freitag waren wir auch in einer kleine Theaterbühne und haben uns von klassischem Jazz berieseln lassen. Wirklich toll. Wir hatten eindeutig das Privileg, Musikern beim Ausüben ihrer Leidenschaft zuzusehen, zumindest hatte der Drummer, die ganze Zeit über ein Lachen im Gesicht. Man hatte ihm den Spass an der Musik so richtig angesehen! Im Anschluss sind wir in so ne winzige Rockkneipe, und von da dann ins "Véndiak" gegangen. Dort fand echt cooles Karaoke statt, da wir aber nur zu dritt waren, blieb das Singen für den Abend aus. Nichts desto Trotz machen die dort sehr leckere Palacsinta und die Melange hat auch sehr gut geschmeckt. So hat sich wohl ein gemütlicher Abend gestaltet, bei dem wir (Erzébet und ich) Lukas die Kunst des Ungarischen beigebracht haben, nachdem wir sein GROßES Talent entdeckt haben. Ich bin sehr gespannt wie sich das weiter entwickeln wird!

Am Samstag hieß es dann erstmal.... DIIIIIE Stadt erkunden! So geht da nämlich nicht weiter... Keine blassen Schimmer von dem Metrosystem hier zu haben kann in der ein oder anderen Situation nämlich ziemlich fatal sein. Deshalb habe ich die paar Sonnenstrahlen am Himmel am Samstag gegen 12, gleich mal nutzen wollen um auf den Heldenplatz zu fahren und ENDLICH meine Kamera zu benutzen, die ich schon seit Tagen streichele, um sie zu trösten, weil das Wetter hier plötzlich so schlecht geworden ist!
Also mach ich mich auf den Weg zum Kalvintér, klügel das Metrosystem aus.... war dann doch nicht so kompliziert wie ich zuvor dachte, steige in die Metro ein und fahre Richtung Heldenplatz. Nur mal um einen kleinen Vergleich zu gestatten.... Ich muss die Metro hier hoch loben. Sie ist verhältnismäßig sauber und absolut nicht zu vergleichen mit der Metro in Paris. Die Gestalten sind schon hin und wieder dubios, dennoch ist meiner Ansicht nach die Ausstrahlung Pariser dubioser Typen in der Metro schon noch ein wenig stärker.
Bin ich also an der Station am Heldenplatz angekommen und laufe die Treppen hoch um die Unterwelt zu verlassen und das Licht der eigentlichen Welt zu erblicken, als ich schon im Hinauflaufen Parolengesang und Rockmusik höre. Ja, da bin ich wohl in eine Life-Demonstration reingeschlittert. Auf dem Heldenplatz haben sich an diesem 20. Sept. gut geschätzte 200 Leute mit Flaggen und National"aufrüstung" wiedergefunden. Spannende Sache das. Hab es auch auf Fotos festgehalten so gut es ging. Bin leider aber ein bisschen klein, somit konnte ich nicht wirklich die Position finden. Das witzige an dem Tag war allerdings, dass wie's ausgesehen hat am Heldenplatz eine Demonstration der Rechten war, und vor dem Parlament, an dem ich auch vorbeigelaufen bin, etwa eine Stunde später, nach dem ich von dem Schwimmbad auf der Margareteninsel auf dem Heimweg war, Gyurcsanyi gerade auf einer Tribune eine Rede gehalten hat. An diesem Tag hat man die Möglichkeit gehabt auch an der politischen Welt Ungarns einen Einblick zu bekommen. Die Bilder werde ich euch auch online stellen.

So, ja und um dem ganzen Tag noch ein kleines Sahnehäubchen, gabs gestern noch eine Geburtstagsparty, an der auch fast die ganze Uni eingeladen war! Einfach ein super witziger Abend.
Ich muss gestehen, dass jetzt vom vielen Rekapitulieren, was denn nun alles die Woche passiert ist, mir ein bisschen die Luft ausgegangen ist. Daher werd ich einfach mal hier ein Schlusswort setzten mit GANZ LIEBEN GRÜßEN AN EUCH ALLE!!! Werde mich bemühen in kürzeren Abständen immer mal wieder zu schreiben. Denn so lass ich ja die Hälfte weg ;) und das geht mal gar nicht!

Sonntag, 14. September 2008

The Killer Piano Team!

Guten Morgen alle zusammen!

Also ihr glaubt nicht was mir gestern Abend noch passiert ist. Nach einem sonntaglichen Gespräch mit meinen Eltern in einem InternetCafe (über Skype wohlgemerkt! Ich danke Internet für diesen Service!), wollte ich mich auf den Weg nach Hause machen, jedoch auch erst meinen Kaffee bezahlen, den ich mittlerweile schon 3 Stunden lang getrunken hatte, nach einem spontanen klassischen Konzert, das in dem Kaffee stattfand, von dem ich natürlich nichts wusste. Da wurde ich dann berieselt von Chopin und Schubert. Echt klasse.
Also stand ich an der Kasse als 2 (auf den ersten Blick) Amerikaner den Kellner nach den Bestandteilen von Unicum, dem sehr bekannten ungarischen Kräuterlikör oder besser noch Magenbitter, fragten. Als ich merkte, dass der Kellner ein wenig überfordert war mit dem Aufbau seiner Antwort, half ich ihm aus und übersetzte den Englischsprachigen die Details von dem Likör. Es stellte sich heraus, dass ich 1 sehr sympatischen Neuseeländer und ebenso (aufs Erste richtig eingeschätzt!) sympatischen Amerikaner aus L.A. getroffen habe. Sie luden mich auf meine Erklärung hin, auf einen Unicum ein. Wir unterhielten uns über die Sprache, die Kultur und über den Tripp, den die beiden offensichtlich am gestrigen Abend beendeten. Ich weiss auch nicht mehr genau wie, aber irgendwie kamen wir auf das Thema Konzert, Klavier und den Flowalzer.... und wer den alles kann. Ich summte die Melodie nach, woraufhin der Neuseeländer spontan aufstand, zum Klavier des Cafes maschierte, wir ihm nach und anfingen ein bisschen darauf herumzuklimpern. Es entstand (zu Dritt am Klavier sitzend) eine für die Chartlisten gemachte Melodie, die ebenso von Coldplay hätte stammen können! Echt der Wahnsinn. Das hat mal so richtig Spass gemacht. Wir waren das "Killer Piano Team"!

Einfach ein toller Abend!

Übrigens habe ich gestern noch meinen neuen Chinesen von der Ecke probiert. Er hat den Gütesiegel für gutes chinesisches Essen bekommen. Passt perfekt - ist auch nur einen Katzensprung entfernt.

Borfestival 2008

http://picasaweb.google.com/johanna.mekker/Borfestival2008#

Hier die Bilder zur Farewellparty

http://picasaweb.google.com/johanna.mekker/FarewellAndWelcomePartyAnDerAUB2008#

Welcome and Farewell Party an der Andrassy 2008




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Borfestival 2008 Budapest




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Gegrüsst seid ihr Freunde!

Also ich habe gerade meinen letzten Absatz den dich geschrieben habe gelesen... Es sind 2 Tage seit dem vergangen und ich war immer noch nicht auf der Margitinsel! Es ist in den letzten beiden Tagen doch soviel passiert. Unter anderem der „Welcome and Farewell Ball“ von der Andrassy Uni am Freitag und gestern waren wir auf dem „Borfestival“ (Weinfestival) auf der Budai Vár. Ich hänge mit dem Schreiben mittlerweile auch total hinterher und werde versuchen jetzt die letzten beiden Tage ein bisschen zu beschreiben, die waren nämlich so richtig toll! J

Zunächst mal vom Andrassy Ball, bzw. dem Tag an dem er stattfand, das war Freitag Abend. Ohne Worte! Ich war sprachlos... einen Moment. Ich muss ja von vorne beginnen.

Als ich gegen Mittag noch ein paar Formulare an die Uni bringen wollte und ich in den sogenannten „Festetics Palota“ eingetreten bin, lachte mich ein wunderbares Schild an auf dem Stand: „Feierliche Eröffnung und Diplomübergabe“ mit einem Pfeil in die Richtung des Spiegelsaals. Ich dachte mir nicht sonderlich viel dabei, und nahm das Schild so entgegen wie es da stand. Es liefen meiner Ansicht nach wohl schon die Vorbereitungen für den Ball heute Abend. Deshalb ging ich einfach die Treppen hoch ins Studienreferat. Ich gab meine Unterlagen ab und wollte mich nachher noch ein bisschen in der Universität umsehen und nach dem sogenannten schwarzen Brett suchen, so sich üblicherweise immer aktuellste Informationen zu Kursen befinden. Als ich dann vor der Eingangstür zur Bücherei stand, las ich einen Zettel auf dem stand: „Eintrittkarten für den Ball könnt ihr noch heute bis 12 Uhr am Studienreferat erwerben“ ........................................... ICH wusste gar nichts von Eintrittskarten!!! Absolut gar nichts! Wäre ja einleuchtend gewesen, aber weder auf der Einladung noch im Studienreferat hat man mich darauf hingewiesen, obwohl ich über den Ball gefragt habe. Mhhh, dacht ich mir... Na Toll!. Es war ja schon nach 12 und außerdem wusste ich nicht mal wie viel der Eintritt denn nun kostet, ob ich genügend Geld dabei habe, wer da alles kommt, kommen soll – kannte ja zu dem Zeitpunkt noch niemanden.

Also maschierte zurück zum Studienreferat um mich da zu erkundigen. Dort gab man mir natürlich noch recht und schickte mich nach oben. Da würde dann ein Stand stehen, an dem Studenten wohl noch Karten verkaufen würden. Also ging ich die „Palaststufen“ hoch. Mir begegneten ausschließlich Personen in eleganter Kleidung. Alle Herren trugen Anzüge und die Damen ein elegantes Kleid oder einen Rock mit vornehmer Bluse.... Nur um das Bild mal zu perfektionieren.... Ich trug Jeans mit weißen Schuhen einem ärmelfreien Oberteil (dieses Khakigrün) und meine tolle neue rote Paristasche. Ich passte mal so absolut GAR nicht ins das Bild. Ich musste dann auch schnell erkennen das diese „Feierliche Eröffnung“ wohl schon am Vormittag lief und ich nur zufällig reingeplatzt bin. Ich bin nicht wenig aufgefallen. Ich war etwas verwirrt! J Ich fragte erneut im Studienreferat nach.... die mussten sich mittlerweile auch schon so einiges denken... dort sagte man mir: „ Ja, wenn du dabei sein möchtest, dann kannst du dabei sein“ – d.h. keine Pflicht. Nicht, dass die dann plötzlich alle Erasmusstudenten vorstellen wollen und ich da im Safarilook, mit Paristasche in einem noblen Spiegelsaal zu Brahms Ungarischem Tanz einen Auftritt der ganz besonderen Art hinlegen muss. Nein dem war nicht so. Trotzdem wollte ich mich vergewissern das es nicht so war und außerdem bin neugierig gewesen, welche Art von Veranstaltung ich da eigentlich verpasst hätte. J Naja es war wohl nur der offizielle Teil an dem die Diplomzeugnisse der Absolventen übergeben worden sind und Familie und Angehörige auch mit dabei waren. Was mir aufgefallen ist, dass sich in diesem Spiegelsaal wohl nur Menschen befanden die alle wahnsinnig gut Deutsch sprachen, entweder damit aufgewachsen oder eben erlernt. Und auch einige die Ungarische Sprache gut beherrschten. Allerdings habe ich noch keinen Deutschen kennengelernt der die ungarische Sprache erst später in seinem Leben erlernt hat und sie jetzt fließend spricht. Aber ich werde nicht aufgeben bis ich jemanden gefunden habe, nur um dann auch beweisen zu können, dass man Ungarisch auch lernen kann. Bisher meinten die meisten Deutsch/Österreicher, dass das Erlernen dieser Sprache ein großer Aufwand sei.

Auf alle Fälle war jeder dort der deutschen Sprache mächtig, und das sogar sehr gut.

Als das Abschlusswort gesprochen wurde, machte ich mich ganz flott und möglichst unauffällig auf dem Weg Richtung Ausgang. Dort war dann sowieso der Tisch mit den Ballkarten aufgestellt. Es saßen 2 Studenten an dem Tisch und drei weitere standen im halbkreis um diesen Tisch herum. Ich erklärte mein Dilemma und wollte wissen, ob es noch eine Möglichkeit geben würde noch eine Karte zu erwerben. Da sah mich einer der Jungs schräg an, verzog sein Gesicht und gab mir mit einem unsicheren Kopfschütteln zu verstehen, dass es wohl nicht möglich war. Als ich daraufhin erklärte, dass ich hier Erasmusstudentin wäre und man mich in keinster Form darauf hingewiesen hatte, bat er mich meine Telefonnummer und E-mail zu hinterlassen und meinte, dass er mir innerhalb der nächsten Stunden bescheid geben würde. Ja, so war es dann auch. Ich bekam zwar keine Eintrittkarte mehr, aber dafür wurde ich in den gleichen Topf geschmissen, wie die Studenten die es verpeilt haben sich die Karte zu besorgen, somit vom Abendessen verbannt wurden, d.h. erst um 21.00 Uhr kommen durften, obwohl der Ball um 19.00 begann, aber dennoch den vollen Preis von 4500 Ft. zahlen sollten. Genau gerechtnet lohnt es sich nicht 4500 Ft. für eine Party auszugeben die von 9 bis 2 Uhr morgens ging, auch wenn die Getränke dabei gewesen sind. Es sollte wohl, wie der Student der mich anrief erläuterte, eine Art Bestrafung für die nachlässigen Studenten sein, wobei ich hier eine Ausnahme sei, da ich als einzige nicht davon wusste. Dennoch konnten sie diesem Umstand nicht trennen, da es als unfair angesehen würde, wenn denn nun eine Studentin doch früher kommen durfte. BLA BLA BLA. Fakt war: Entweder ich lasse mich für nichts bestrafen oder ich geh nicht hin. Eindeutig ein prinzipielles Problem. Aber nicht mal mein prinzipielles Verständnis hätte meine Neugier einschränken können. Also ging ich hin. J

Und ich habe es nicht bereut. Es war ein wunderbarer Abend. Diesesmal richtig (=Elegant) gekleidet und zurecht gemacht ging ich also auf den Ball. Einfach traumhaft. Aus Frauenaugen beurteilt hätte sich wohl jede Frau in diesen Räumen wie eine Prinzessin fühlen können. Ein weißer Spiegelsaal mit hoher Decke, wunderschönen Wandverzierungen und Stuck. In der mitte ein Prunkvoller Kronleuchter mit gut 1000 Kristallen bestückt. Wie im Märchen. Man würde nie glauben, dass an einem solchen Ort Studenten feiern. Der Saal war zum Anlass mit bunten Lichtern beleuchtet – Es spielte ja nach der Big Band und dem Büfé ein DJ, zu dessen Musik gut das Tanzbein geschwungen wurde.

Ich habe seeeeeeeeeeeehr viele neue Leute kennengelernt. Diesmal waren sogar 2 Erasmusstudenten darunter. Alle sind sehr freundlich, offen und warmherzig. Es treffen hier ganz eindeutig auch 2 Kulturen zusammen, d.h. die Deutsche und die Ungarische. Man kann den Unterschied richtig gut erkennen und ich muss gestehen... ich fühle mich hier allein schon deswegen sehr gut und Zuhause von beiden Seiten aus. Eine seltsame Situation, wenn man beide Mentalitäten versteht und dann das Aufprallen der 2 Kulturen beobachten kann.

Die meisten Studenten sind Deutsche oder Österreicher von überall. Es gibt allerdings auch eine beachtlich hohe Zahl an ungarischen Studenten, die die deutsche Sprache sehr gut beherrschen. Alle die ich kennengelernt haben, haben schon einen abgeschlossenen Abschluß, sei es einen Magister oder Diplom/Bachelor. Und auch im Alter sind die meisten im Schnitt gut 2-5 Jahre älter als ich. Wirklich interessant. Es stört mich aber nicht im geringsten, wie ich anfänglich dachte. Es sind wie es mir scheint alles Menschen mit einer sehr interessanten Persönlichkeit, mit denen man, wie ich gestern am Weinfestival erkennen durfte, auch sehr interessante Diskussionen führen kann.

Und so kann ich auch schon auf das nächste coole Event überleiten. Das „Borfestival“. Ja, war auch einfach nur Spitze. Die Hinfahrt war vielleicht ein bisschen eng, da wir ein letztes Stück noch mit dem Bus gefahren sind und sich in einen kleinen Ikarus Bus der ohnehin vielleicht nur 7m in seiner Länge misst, ungefähr 70 Personen reinquetschten, nur, wie sich später herausstellte, nicht die Treppen hochlaufen zu müssen. Es waren wahnsinnig viele Menschen auf diesem Fest. Man zahlte 2200 Ft. Eintritt, bekam ein Weinglas mit einer, um den Hals hängbare Tasche, und 2 Coupons. Demnach perfekt ausgestattet, erkundete man Schritt für Schritt den Burgeingang, den Innenhof und die abermals wunderbare Aussicht auf die Elisabethbrücke und das Parliament bei Nacht. Dicht nebeneinander reihten sich die kleinen Weinstände, die nach Regionen Ungarns geordnet waren. Die aus diesen Regionen stammenden Weine wurden dort zum Testen angeboten und falls man ein Glas trinken wollte, konnte man das im Gegensatz von Coupons tun. Ein Coupon kostete 100 Ft. und abhängig vom Wert des Weines war die Anzahl der zu bezahlenden Coupons variabel. Je wertvoller der Wein, desto mehr Coupons musste man zahlen. Es sei denn man ist hübsch, eine Frau, und sucht Beratung ;)

Die Atmosphäre von diesem Weinfest war absolut toll. Ein Kommilitone bewunderte nur die tolle Art und Weise des ungarischen Vorglühens. Die Weine haben sehr gut beschmeckt. Und das Beste an der Sache war, dass man die Möglichkeit hatte sehr viele verschiedene Weine miteinander sehr gut zu vergleichen und herauszufinden, worauf man genau bei Weinen zu achten hat. Wirklich eine tolle Erfahrung für jeden der sich nur ein bisschen für Weine interessiert und diesen auch gerne trinkt. Ein Pflichtwein an diesem Abend war natürlich der Tokalyier Wein. Wobei der süße Dessertwein, den meisten Jungs zu süß war.

Es war viel zu kalt an dem Abend und um ein bisschen in Bewegung zu kommen, sind wir von der Burg zu Fuß heruntergelaufen. Über die Elisabethbrücke spaziert. Einfach ein wunderschönes Panorama! Ich hab bereits mit einem Freund abgesprochen mal eine nächtliche Fototour zu unternehmen, denn es wäre einfach nur zu schade diese Ausblicke nicht festzuhalten! So richtig traumhaft schön!

Karkalaken sind mir immer noch nicht begegnet. Dafür höre ich von Jungs, die in einer Jungs-WG wohnen ganz andere Sachen. Die haben sich schon einen Spitznamen für diese Viecher ausgedacht, die sogenannten Kakis. J Die sollen dort durch kleine Risse in der Wand hereinschlüpfen und es sich in der Wohnung bequem machen.

Ach ja, und mit dem Blumenhändler hab ich mich auch schon angefreundet. Feilschen funktioniert an solchen Orten, wie an diesem Markt sogar noch an dem ein oder anderen Stand sehr gut. Auf jeden Fall eine sehr familiäre Atmosphäre.

Morgen beginnt der erste Unitag. Ich weiss von den anderen Studenten das Mikroökonomie stattfindet. Leider habe ich das schon belegt, dennoch werde ich da mal zukucken. Nur aus Neugier. Würde gerne mal sehen, wo die Unterschiede in den Lehrmethoden liegen.

Ich stelle, mir heute einfach mal eine Liste an Kursen zusammen die mich interessieren und die ich vielleicht einbringen kann, und gestalte demnach meinen Stundenplan.

Soviel für heute! Ich hoffe es geht euch allen gut und schicke erneut ganz liebe Grüße aus dem zauberhaften Budapest!

Samstag, 13. September 2008

HALLO IHR LIEBEN!!

Die ersten Tage hier sind natürlich super spannend. Man kennt die Stadt ja so noch nicht. Es gibt einfach zu vieles zu Entdecken und man weiss nicht wo man beginnen soll. Außerdem kommen noch organisatorische Dinge dazu, wie: Wo finde ich Internet, Das Einschreiben an der Uni und im Allgemeinen die Erkundung deines Wohnbereiches ist auch ein Abenteuer für sich. Ich wohne jetzt nämlich in einer typischen kleinen Altstadtwohnung im Herzen von Budapest. Der Eingang der Wohnung mündet in ein kleines zur Küche offenes Vorzimmer. Die Küche ist klein. Aber für alle Zwecke einfach nur perfekt. Klein, modern und vor allem... was mir auch am Besten gefällt.... Sie hat einen Gasherd! Das heisst: Ich koche auf offenem Feuer! Yeah! Endsgeil. Da kannste wenigstens die Hitze richtig gut bestimmen. Ein wesentlich turbulenteres Kochen, aber wenigstens wartet man keine 2 Stunden bis dann mal ein Topf Wasser brodelt, wie’s bei den meisten Elektroherden so üblich ist.

Von der Küche gelangt man in ein super süsses kleines Bad. Ich persönlich finde die Dusche absolut toll. Ich habe immer nur ein kleines Problem.... die Wohnung ist so hoch gebaut, dass ich so gut wie nie an die großen Fenster herankomme! Das ist voll ätzend. Ich, mit meinen 1,63 cm kann höchstens in meinen Träumen da hochfliegen wie Peter Pan. Jetzt hab ich heut morgen die Vorhänge aufgemacht, die sind mit Klammern gaaaanz weit oben befestigt, und dabei den einen Zwicker scheinbar überlastet. Der hat natürlich sofort losgelassen... mhhh den kann ich jetzt auch nur wie ein Zwerg den Riesen ankucken. Egal. Die Vorhänge sind ja im Wohnzimmer. Dort befindet sich die aus Holz bestehende MiniGalerie. Dort kann ich jede Nacht zum Träumen hochklettern und mich von Musik berieseln lassen.

Ich muss gestehen.. die erste Übernachtung war schon ziemlich komisch. In diesem Wohnkomplex wohnen sehr viele Leute unter anderem auch ganz viele Studenten. Das ist total super. Dennoch. Alle Fenster und Türen sind mit Gittern versehen. Manche Bewohner haben nicht nur vor oder an den Fenstern Gitter, sondern noch ein vorderes Gitter an der Eingangstür, das sich nach links und rechts auf- und zuschließen lässt. Also insgesamt 3fach verriegelt. Die meisten Türen haben im Durchschnitt auch 2 Schlößer an der einfach Tür. Zunächst den normalen Haustürschlüssel und dann noch ein aus Stahlstangen befestigtes Schloß. Die Stahlstangen schieben sich in die seitlichen Türrahmen und versperren die Tür quer. Ich glaube es ist an dieser Stelle jetzt ziemlich unnötig zu erwähnen, das die Diebstahlrate hier dann doch ziemlich hoch sein muss.

Ich habe mich mit der Hausdame hier auch schon anfreunden können. Mensch eine typische Budapester alte, vielleicht sogar gerissene, aber sicherlich neugierige Dame, wie aus dem Bilderbuch. Nach ihren Erzählungen wurde sie seit dem sie hier wohnt (das ist denke ich eine etwas längere Zeit) 5 mal ausgeraubt.

Die erste Nacht... wir hatten in Budapest 32 Grad Hitze und das noch um 9 Uhr Abends. Diese speichert sich ja ziemlich gut in den kleinen Appartments hier. Allein schon deshalb war es ziemlich schwer ein Auge zu zu tun. Aber nicht nur die Hitze... auch der Lärm! Man hört echt alles durch. Der Aufzug is so alt, dass beim betreten der Boden erst 15 cm hinunter sinkt und einen riesen Krach veranstaltet. Es hört das ganze Haus, wenn jemand ankommt, sei es auch um 4 Uhr morgens. Die Lichter gehen dann ständig an. Deshalb sind Vorhänge mehr als nötig. Naja und wenn man sich nicht ins Schaufenster stellen will, da die Nachbarschaft ja das beste BIG SISTER in meiner Wohnung erleben könnte, sind Vorhänge unverzichtbar.

Mittlerweile hab ich mich daran gewöhnt und fühle mich in diesem Großstadtchaos so langsam so richtig wohl und fange an die kleine Wohnung als Zuhause zu empfinden. In die Stadt hab ich mich schon am Anfang verliebt. Die Leute sind hier alle sehr hilfsbereit, aufgeschlossen und sehr witzig. Es hat auf jeden Fall Vorteile die Sprache zu können, aber auch mit Englisch oder Deutsch findet man sich hier bestens zurecht. Oftmals sogar besser mit Deutsch als mit Englisch. Aber ganz egal welche Sprache... nach meinem Gefühl sind die meisten hier sehr neugierig auf deine Herkunft und so entsteht oftmals ganz schnell ein Gespräch und eine Bekanntschaft.

Einkaufen mach hier wahnsinnig Spass! Fast schon vor meiner Haustür steht ein riesiger Bazar, der größte Einkaufsmarkt von Budapest. Dort kann man so ziemlich alles kaufen was der Bauch/Magen zu begehrt. Seeeeeeeehr viel frisches Fleisch, Salami, Gemüse und Obst bis hin zu traditionellen ungarischer Tracht und Handarbeiten, Lederprodukte, Fisch, Käse, Haushaltsmittel, Getränke, Süssigkeiten, frisches Gebäck... einfach alles was man zum Leben braucht. Mir ist aufgefallen, dass hier die Grundnahrungsmittel ziemlich günstig sind. Da hab ich gestern beim Einkauf von 5 Tomaten, 3 Paprika, 3 Zitronen, und 500g Weintrauben gerade mal 330 Ft. gezahlt, was ein bisschen über einem Euro liegt. Dafür sind Fleischprodukte wesentlich teuerer.

Habe gestern außerdem noch den Gellért Hegy (Berg) unsicher gemacht. Eigentlich wollte ich schwimmen gehen im bekannten Gellért Fürdö (Bad), aber als ich gesehen habe, dass der Eintritt da 3200 Ft. kostet, habe ich dieses Luxusbad auf einen späteren Zeitpunkt verlegt, an dem ich den ganzen Tag in dieser wunderbaren Badeanstalt verbringen kann. Stattdessen also die Wanderung. Und die hat sich allemal gelohnt. Ein wunderschöner Ausblick auf das Parlament ist vom höchsten Punkt gegeben. Dort befindet sich auch die Citadella, die 1848-49 zum Erinnerung an den Freiheitskampf erbaut wurde. Der Gellért Hegy verbirgt viele ruhige Plätze im Grünen, die einem die Möglichkeit geben sich aus dem stressigen Stadtleben ein bisschen zurück zu ziehen, wenn man möchte. Scheinbar ist dieser Berg, mit seinen vielen verwinkelten und versteckten, und zauberhaften Aussichtspunkten auch ein gefundenes Plätzchen für verliebte Paare, denn nicht mal in Paris sind mir soviele Liebespaare begegnet wie an diesem Ort. Aber auch genau das macht diesen Berg so zauberhaft.

Gestern war ich nun zum 3. Mal an der Uni um mich endlich anzumelden. Eigentlich war ich schon am Vortag da. Da hatte aber das Studienreferat keine Sprechzeit und so hat man mich einfach weggeschickt. Da war ich ein bisschen verärgert und schon ein bisschen darauf eingestellt, dass ein zickiger Sekretärinnenhaufen auf mich warten würde, wenn ich dort am nächsten Tag erscheinen würde. Dem war aber gar nicht so! Diesmal war ich aber auch in der Gesprächszeit drin ;). Nein, quatsch. Ich bin noch nie so zuvorkommend und hilfsbereit empfangen worden wie dort (das jetzt mal im Bezug auf Sekretariate).

Sobald ich sagte, dass ich Erasmusstudentin aus Regensburg sei, schicke man mir eine Assisstentin die Erasmusstudierende betreute. Sehr sympatisch, witzig und kompetent. Die stellte mir dann auch gleich einen Studentenausweis aus. Dazu brauchte ich allerdings Passfotos, die ich natürlich nicht bei mir hatte. So hab ich mich einfach schnell auf den Weg gemacht um so einen Fotokasten zu finden. Kein Problem, hab in der Post nachgefragt, die hat mich dann zur Metrostation geschickt und nach nicht allzu langer Suche stand ich dann vor diesem Uralten Ding. Grau, ohne besondere Knöpfe oder Bilder, Beispiele wie das Bild denn dann aussehen würde... nix. Ein großer grauer Kasten mit Möglichkeit Geld einzuwerfen.

Vor mir stand auch schon ein Typ, der mit großen, fragenden Augen die Maschine anstarrte. Es stellte sich später heraus, das er ein Franzose aus Paris, der hier auf die „Governance School“ für ein paar Monate ging, und sich für Budapest entschieden hat, weil ihm die Stadt sehr gut gefiel, aber auch seine Freundin hier wohne und er so in ihrer Nähe sein konnte. Wie romantisch!!! Aber eigentlich hatte er einen ziemlich doofen Ausdruck im Gesicht, weil er nicht wusste ob ihn das graue Ding da, jetzt verarscht hat oder einfach immer noch seine Bilder entwickelt. Naja ich habs auf gut Glück, obwohl er da noch wartete einfach mal ausprobiert, für 700 Ft. 4 Passbilder zu machen ist jetzt kein Vermögen.

Habe also das Geld nach einander eingeworfen und mich paralell mit dem Franzosen unterhalten und ein bisschen rumgescherzt. Sobald ich die letzte 100 Ft. Münze einwarf, hats aber dann schon geblitzt!!! Und dann gleich wieder! Ey 4 Nacheinander. So bin ich jetzt auf dem ersten Bild im Profil abgelichtet! Das hat die Assisstentin dann, weil sie das so lustig fand, als Foto für den Studentenausweis benutzt. Mhhhh. J Bin jetzt echt gespannt, ob ich mich dann, wenn ich einen Studentenrabatt möchte erstmal meinen Kopf zur Seite drehen muss und mich von meinem Profil zeigen muss! J

Wo ich unbedingt noch hingehen möchte ist das „Irish Cat Pub“! Hey.... Oberhalb des Pubeingangs befindet sich eine sitzende Katze mit Flügeln auf dem Rücken. Und ich habe gelesen, dass dort regelmäßig, sehr coole Bands auftreten sollen. Außerdem gibt es hier vom 17.-21. September das „Mol-Jazz-Festival“ YAY!!!!!! Und das so gut wie vor meiner Haustür!

Ich habe ja schon erwähnt, dass die Leute sehr kontaktfreudig sind und sie dir auch gerne helfen. Da ich ja kein Internet zuhause habe, gestaltet sich alles organisatorische und ein wenig schwieriger. Vor allem ist der super tolle Vorteil des Internets einfach ohne nicht wirklich auszuschöpfen. D.h. kein Skype oder ähnliches, solange ich nicht an der Uni den Anschluss freigeschalten bekomme. Bis dahin laufe ich nun regelmäßig... was heisst regelmäßig, bisher warens vielleicht 2x zu einem nahegelegenen Café, dessen Idee es ist Kunst zu leben und zu fördern. So erscheinen dort laufend Kunstwerke von mehr oder weniger bekannten Künstler, begleitet von waaaaaaaaaahnsinnig guter Jazz/Blues und Lounge Musik. Die haben dort Internet und ich hab mich dort bereits mit sämtlichen Personal angefreundet. Der Koch kennt mich jetzt auch schon.... irgendwie macht das ein bisschen Angst... aber total nett und zuvorkommend sind die dort. Der eine Kellner, mit dem ich ins Gespräch gekommen bin, hat demnächst vor nach Dublin zu gehen und dort zu arbeiten. Da bin ich ja mal gespannt, was er so auf die Beine stellen wird. Auf jeden Fall eine interessante Persönlichkeit und auch wahnsinnig freundlich. Von solchen Leuten bekommt man wohl die besten Tipps, was das alltägliche Leben betrifft, wo man sich Nachts lieber nicht alleine aufhalten sollte und in welchen Vierteln die Karkalaken wohnen ;) Jep, diese Viecher! Aber egal. Bisher ist mir noch keine begegnet. Ich hoffe auch, dass das so bleiben wird.

Mein nächstes Ziel wird die Margitinsel sein. Das soll angeblich DAS Grün der Stadt sein, wo man jegliche Sportart im Freien, wie Laufen ausüben kann. Außerdem gibt es dort eine große Schwimmhalle. Hoffe die haben nicht ganz so hohe Preise wie das Gellért Bad. Schade eigentlich, weil das Gellért Bad ein Katzensprung weit entfernt ist.