Seine Lieblingsfoltermethode war das Pfählen! Ein brutaler, grausamer, charmanter, charakterstarker Mann, der sich selten von Lebenden beirren hat lassen. Seine Räume waren nur für kurze Zeit unser Besuchspunkt mitten in den tiefen Wälder Transylvaniens, das Schloss in unheimlicher Nebeldecke versunken, waren die spartanisch, dunklen spitzen Türme, die die Umrisse der Türme ausmachten, noch zu erkennen. Nichts glamouröses hatten die Innenräume des Schlosses. Es war sehr einfach gestalten. Weiße Wände, dunkelbraune Sitzbänke an den Fenstern, sowie auch alle Möbel in dunklen brauntönen gehalten waren - Hartholz und Massivmöbel. Irgenwie muss ich sagen... Dracula hatte Geschmack: Zwar eine sehr einfache Einrichtung ohne großem Schnickschnack, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieses Schloss im Winter, viel Schnee in der Umgebung, ein warmes Feuer im Kamin, ein Bärenfell davor ausgelegt, eine wunderbar ausgebaute Leseecke..... warmer Tee... oder Glühwein... das hat schon seinen Flair! Dracula stell ich mir übrigens als sehr charismatischen Mann vor - mit einem Hauch des Unheimlichen. Dies ist seiner eher schweigsamer Natur und in passenden Momenten gewählter Wortwahl zugrunde zu legen. Ein Mann der die Aufmerksamkeit anderer gewählt auf sich ziehen kann. Starke Ausstrahlung, wenn im Vordergrund und dennoch mit der Fähigkeit in dunklen Hintergrund zu verschwinden. Uhhhhh sehr interessant! :)
Naja unsere Reise nach Rumänien begann ja nicht mit Dracula. Sondern mit 5 Stunden Bahnhoftraveling... eigentlich wollten wir bereits einen Bus um 15 Uhr nehmen. Da die Reservierung per Internet nicht so funktioniert hat, wie wir uns das vorgestellt hatten, versuchten wir es trotzdem und fanden und zu dritt am Busbahnhof wieder, an dem auch der Bus nach Cluj-Napoca abfuhr. Leider war dieser vollkommen überfüllt, sodass wir auf einen Alternativplan umsteigen mussten. Also suchten wir nach einem anderen Bus, der uns irgendwo in Cluj-Napoca absetzen würde. Nach 5 Stunden langwieriger Wartezeit hat es dann letztendlich doch geklappt für 3000 Ft. (~12 Euro) ganz bis nach Cluj-Napoca zu reisen.
Um 3 Uhr morgens angekommen, keinen Bani Lei in der Tasche, mussten wir irgendwie zur Jugendherberge kommen. Taxi wäre ja die nächstbeste Lösung gewesen, aber wie sollten wir den Rumänischen Taxifahrer auf fremder Sprache überzeugen, uns mitten in der Nacht ohne die richtige Währung dabei zu haben, zu dieser Herberge zu bringen, und ohne uns dabei so richtige gemein, in unerdenklichen Ausmaßen übers Ohr zu hauen?
Zum Glück saß neben uns ein sehr netter Szekély-Ungar, der uns etwa 10 Lei zur Fahrt spendierte. Sehr nette Menschen. So hatten wir gleich zu Beginn unseres Trips einen super Eindruck von den Menschen in Siebenbürgen. Es hatte auch ebenso den Anschein, als hätte uns ein Reiseschutzengel begleitet, denn jedesmal als wir uns in einer prikären Situation befanden, wurde uns die Lösung förmlich zugeworfen. Den Nachtzug von Cluj-Napoca nach Brasov hätten wir auch beinahe verpasst, hatten da gerade mal 3 Minuten vom Ticketschalter zum Gleis zu kommen, wo wir dann in letzter Sekunde doch noch einstiegen.
Dem rumänischen Nachtzug muss hier ein extra Ehrenabschnitt gewidmet werden, denn diese sind ein Erlebnis für sich. Wir fuhren 2. Klasse, das günstigere Ticket natürlich und saßen dann in einer dieser alten Zugkabinen, mit beige-orangen Wänden und bordeux-roten Kunstledercouchen auf der rechten und linken Seite. Scheinbar ist es in Rumänien Nachts ganz besonders kalt. Eigentlich stellen Sitzheizung ja einen enormen Luxus dar, vor allem wenn man bedenkt, dass in Rumänien in der 2. Klasse, sowas als Standardausstattung zählen soll. Aber mit dem Heizen wird es dort in Rumänien maßlos übertrieben. Diese Kunstledercouchen bestanden aus 2 Teilen: Einen Sitzbalken und den Balken für die Lehne; diese 2 Teile waren nicht fachgerecht befestigt, somit rutschte der Sitzbalken immer ein Stück weit nach außen. Durch den dadurch entstandenen Spalt, strömte nun förmlich die heiße Heizungsluft hervor und das direkt auf den ganzen Körper. Die Kabine verwandelte sich somit innerhalb von 20 Minuten in eine rumänische Starkheizsauna. Über 6 Stunden saßen wir in diesem Dampf und das geöffnete Fenster vermochte wenig Kühlung zu gewährleisten. Das ekelhafteste war ja - sind bereits im Schlafanzug bekleidet gewesen... in Jeans wäre so eine Hitze nicht ertragbar gewesen ... das man durch das Schwitzen eine unheimlich klebrige Unterlage hatte... Kunstleder ist nunmal einfach nicht für sowas gemacht. Der Spassfaktor war trotzdem unendlich hoch! :) Auch deshalb kann ich so eine Fahrt auf alle Fälle für Jedermann mit etwas Entdeckungsgeist empfehlen! Vor allem wenn eine Gruppe mehrerer Leute unterwegs ist! Super Spass und ein klasse Erlebnis für alle Zeit, die auf jeden Fall in Erinnerung bleiben wird!
Nun zum Kapitel der rumänischen Bevölkerung. Da wir ja nur 4 Tage im Lande verbracht haben, ist es ja schwer ein abgerundetes Bild abzugeben. Deshalb werde ich einfach von unseren Erlebnissen von dem Kontakt mit Rumänen berichten. Im Speziellen die Frauen bilden dort eine sehr aufgefallen Spezies von Mensch. Ein wenig zum Verrücktsein geneigt, eher dominante, aber auf ihre Art und Weise doch sehr warmherzige und oftmals hilfsbereite Menschen. Als wir in Brasov angekommen sind um halb 4 am Morgen und wir heil an der Rolling Stone Herberge klingelten, öffnete uns eine junge, im grünen Plüschschlafanzug, mit kurzen, schwarzen, zerzausten Haaren. Nachdem sie uns hereinbat, wurde ihr plötzlich schlecht und alles was ich noch sah, war, dass sie tief in die Hocke ging und sich nicht groß rührte. Bei Bewusstsein war sie ja, da sie uns noch in rumänischem Akzent mitteilen konnte:"I don't feel good". Als ich ihr aber erste Hilfeleistung geben wollte, offensichtlich war's ja ne simple Kreislaufschwäche, die mit Hinlegen und Beine hoch, ohne weiteres wieder in Ordnung kommen würde, schoss sie plötzlich hoch, meinte nur in harschem Ton: "Take off your shoes" und huschte in die Küche, wo sie dann für 5 Minuten erstmal verschwand. Ziemlich stürmischer Charakter. Das schien im Allgemeinen auch ihr Standardzustand zu sein, welcher ehrlich gesagt ziemlich zickig war - und auf Dauer wirklich unausstehlich. Nichts desto trotz war sie hilfsbereit und man hatte bei ihr und allem was sie tat, auf jeden Fall das Gefühl, dass sie tief im Inneren es doch wirklich nur gut meinte.
Am Besten von unserer Reise hat mir der Hauptplatz von Cluj, mit dem zauberhaften Brunnen und der Kathedrale im Hintergrund gefallen. Vor allem hat mich beeindruckt, dass der Springbrunnen sogar eine Herzform aus dem Wasser spritzen konnte - sowas hab ich einfach noch nicht gesehen. Außerdem war die Stimmung an diesem Platz sehr charismatisch und toll. Ein Platz an dem offensichtlich das ganze städtische Leben abspielt.
Noch eine Entdeckung konnte ich machen. Egal an welcher Straßenecke, Ort, Bahn.... an dem sich Kinder befanden, ist mir aufgefallen, dass diese Kinder um einiges besser erzogen zu sein scheinen als in Westeuropa oder Amerika. Das sind scheinbar noch Orte an dem es den Kindern noch erlaubt ist, wirklich Kind zu sein, ohne diese Maßenüberflutung von Medien.
Um 3 Uhr morgens angekommen, keinen Bani Lei in der Tasche, mussten wir irgendwie zur Jugendherberge kommen. Taxi wäre ja die nächstbeste Lösung gewesen, aber wie sollten wir den Rumänischen Taxifahrer auf fremder Sprache überzeugen, uns mitten in der Nacht ohne die richtige Währung dabei zu haben, zu dieser Herberge zu bringen, und ohne uns dabei so richtige gemein, in unerdenklichen Ausmaßen übers Ohr zu hauen?
Zum Glück saß neben uns ein sehr netter Szekély-Ungar, der uns etwa 10 Lei zur Fahrt spendierte. Sehr nette Menschen. So hatten wir gleich zu Beginn unseres Trips einen super Eindruck von den Menschen in Siebenbürgen. Es hatte auch ebenso den Anschein, als hätte uns ein Reiseschutzengel begleitet, denn jedesmal als wir uns in einer prikären Situation befanden, wurde uns die Lösung förmlich zugeworfen. Den Nachtzug von Cluj-Napoca nach Brasov hätten wir auch beinahe verpasst, hatten da gerade mal 3 Minuten vom Ticketschalter zum Gleis zu kommen, wo wir dann in letzter Sekunde doch noch einstiegen.
Dem rumänischen Nachtzug muss hier ein extra Ehrenabschnitt gewidmet werden, denn diese sind ein Erlebnis für sich. Wir fuhren 2. Klasse, das günstigere Ticket natürlich und saßen dann in einer dieser alten Zugkabinen, mit beige-orangen Wänden und bordeux-roten Kunstledercouchen auf der rechten und linken Seite. Scheinbar ist es in Rumänien Nachts ganz besonders kalt. Eigentlich stellen Sitzheizung ja einen enormen Luxus dar, vor allem wenn man bedenkt, dass in Rumänien in der 2. Klasse, sowas als Standardausstattung zählen soll. Aber mit dem Heizen wird es dort in Rumänien maßlos übertrieben. Diese Kunstledercouchen bestanden aus 2 Teilen: Einen Sitzbalken und den Balken für die Lehne; diese 2 Teile waren nicht fachgerecht befestigt, somit rutschte der Sitzbalken immer ein Stück weit nach außen. Durch den dadurch entstandenen Spalt, strömte nun förmlich die heiße Heizungsluft hervor und das direkt auf den ganzen Körper. Die Kabine verwandelte sich somit innerhalb von 20 Minuten in eine rumänische Starkheizsauna. Über 6 Stunden saßen wir in diesem Dampf und das geöffnete Fenster vermochte wenig Kühlung zu gewährleisten. Das ekelhafteste war ja - sind bereits im Schlafanzug bekleidet gewesen... in Jeans wäre so eine Hitze nicht ertragbar gewesen ... das man durch das Schwitzen eine unheimlich klebrige Unterlage hatte... Kunstleder ist nunmal einfach nicht für sowas gemacht. Der Spassfaktor war trotzdem unendlich hoch! :) Auch deshalb kann ich so eine Fahrt auf alle Fälle für Jedermann mit etwas Entdeckungsgeist empfehlen! Vor allem wenn eine Gruppe mehrerer Leute unterwegs ist! Super Spass und ein klasse Erlebnis für alle Zeit, die auf jeden Fall in Erinnerung bleiben wird!
Nun zum Kapitel der rumänischen Bevölkerung. Da wir ja nur 4 Tage im Lande verbracht haben, ist es ja schwer ein abgerundetes Bild abzugeben. Deshalb werde ich einfach von unseren Erlebnissen von dem Kontakt mit Rumänen berichten. Im Speziellen die Frauen bilden dort eine sehr aufgefallen Spezies von Mensch. Ein wenig zum Verrücktsein geneigt, eher dominante, aber auf ihre Art und Weise doch sehr warmherzige und oftmals hilfsbereite Menschen. Als wir in Brasov angekommen sind um halb 4 am Morgen und wir heil an der Rolling Stone Herberge klingelten, öffnete uns eine junge, im grünen Plüschschlafanzug, mit kurzen, schwarzen, zerzausten Haaren. Nachdem sie uns hereinbat, wurde ihr plötzlich schlecht und alles was ich noch sah, war, dass sie tief in die Hocke ging und sich nicht groß rührte. Bei Bewusstsein war sie ja, da sie uns noch in rumänischem Akzent mitteilen konnte:"I don't feel good". Als ich ihr aber erste Hilfeleistung geben wollte, offensichtlich war's ja ne simple Kreislaufschwäche, die mit Hinlegen und Beine hoch, ohne weiteres wieder in Ordnung kommen würde, schoss sie plötzlich hoch, meinte nur in harschem Ton: "Take off your shoes" und huschte in die Küche, wo sie dann für 5 Minuten erstmal verschwand. Ziemlich stürmischer Charakter. Das schien im Allgemeinen auch ihr Standardzustand zu sein, welcher ehrlich gesagt ziemlich zickig war - und auf Dauer wirklich unausstehlich. Nichts desto trotz war sie hilfsbereit und man hatte bei ihr und allem was sie tat, auf jeden Fall das Gefühl, dass sie tief im Inneren es doch wirklich nur gut meinte.
Am Besten von unserer Reise hat mir der Hauptplatz von Cluj, mit dem zauberhaften Brunnen und der Kathedrale im Hintergrund gefallen. Vor allem hat mich beeindruckt, dass der Springbrunnen sogar eine Herzform aus dem Wasser spritzen konnte - sowas hab ich einfach noch nicht gesehen. Außerdem war die Stimmung an diesem Platz sehr charismatisch und toll. Ein Platz an dem offensichtlich das ganze städtische Leben abspielt.
Noch eine Entdeckung konnte ich machen. Egal an welcher Straßenecke, Ort, Bahn.... an dem sich Kinder befanden, ist mir aufgefallen, dass diese Kinder um einiges besser erzogen zu sein scheinen als in Westeuropa oder Amerika. Das sind scheinbar noch Orte an dem es den Kindern noch erlaubt ist, wirklich Kind zu sein, ohne diese Maßenüberflutung von Medien.
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