Sonntag, 19. Oktober 2008

Oktober Review


Hallo zusammen! ENDLICH schaffe ichs mal ein Stündchen Pause einzulegen und ein bisschen über (zu meiner Schande im Hinblick auf mein Versprechen regelmäßig zu schreiben) die vergangenen Wochen zu berichten. Es ist mal wieder so einiges passiert und deshalb werde ich nur die Highlights zusammenfassen. Und im Schreiben fällt einem auch wie so oft, gleich so einiges wieder ein, das passiert ist.




3 NURMIS AT MARGITSZIGET

Eine Runde Margitsziget = Wellness Start in den Tag

Trotz aller Widerwillen, kaltem Wetter,.... es fesselt das warme Bett dich, schwer sind die Glieder, am liebsten will der Körper die Statik selbst verfolgen und dann meldet sich auch schon der innere Hund, der Schweinehund, der noch fauler ist als eine verrottete Tomate und flüstert dir ins Ohr: „Naja, nicht so schlimm. Du kannst doch noch liegen bleiben, Laufen kannst du morgen auch noch...“ Aber NEIN! 3 Läuferinnen haben sich nun gefunden und beschlossen jeden Montag morgen um 8 nach „Marathon“ zu trainieren. Ein viertel haben wir davon heute schon geschafft, das entspricht genau einer Runde auf einer wunderschönen Stadtinsel, auf der der farbenfrohe Herbst eingezogen ist und die eigene Seele während dem Laufen noch bunter aufstrahlen lässt. Ein bezauberndes Panorama und am Ende der Runde läuft man einem Ausblick entgegen das in folgender Weise beschrieben werden kann: Unter den Bögen der Margitbrücke, erscheint, je mehr man sich dem Donauufer, an der Spitze der Insel, nähert, das Parliament, von der Sonne in Licht eingekleidet, genau wie die Tauerweiden sanft die ersten morgendlichen Sonnenstrahlen durchscheinen lassen. Wirklich toll. Montag Laufen, Mittwoch Schwimmen....




OPER ZUR REINIGUNG DER SEELE

Die OPER! Ein Traum. Unbeschreiblich viel Prunk, aber ein Anblick auf den man nicht verzichten darf. Wenn man schon in Budapest lebt, auch wenn es sich dabei nur um eine kurze Zeit handelt, sollte ein Opernbesuch eine Pflicht darstellen. Am Samstag hab ich Puccini’s Tosca gesehen und es hat sehr gut gefallen. Es nützt wirklich nichts, sich Opern auf CD’s zu hören, solange man sie nicht einmal in einer Lifeaufführung gesehen hat. Nebendran hab ich noch eine feine chinesische Dame kennengelernt, die mir noch die Besonderheiten des Stückes erklärt hat, im Sinne von Schwächen und Stärken der Sänger. Michel (Links neben mir auf dem Bild) ist ebenso ein leidenschaftlicher Operngänger und so kam es auch flott zum Entschluss das reichlich ausgestattete Programm der Budapester Oper wöchentlich auszuschöpfen. Ich freue mich schon sehr auf die nächste Aufführung: Eine moderne Inszenierung von ELEKTRA. Dieses Stück soll sehr gut sein sagen alle Meinungen. Mal sehen ob sich das bewahrheitet.

KOCHEN UNTER FREUNDEN

Essen alleine ist nie wirklich so förderlich für den Appetitt, daher treffen wir uns einfach ab und an (mittlerweile regelmäßig) zum Kochen, Kreiren, Mischen, Mixen, Würfeln von Essen. J Fast schon ein Verein mit festem Kern (und den hab ich in die Welt gesetzt und bin stolz drauf!) trifft sich auch schon fast wöchentlich dieses super Kochprofiteam, das sich immer wieder auf neue Wege einlässt und immer wieder in die Abgründe des Kochens blickt. Letzte Woche hat uns Erzébet ihr Zuhause zur Verfügung gestellt um dieser großen Aufgabe nachzukommen. Es gab auch sehr leckere Entdeckungsgerichte, anfangs mit Mozzarella (ein leichter Start), dann im Ofen gebackenes Langos, und im

Anschluss der Hammer schlechthin: Amaretto-Mascarpone-Schaum mit Schokoladenpudding – ein Traum! Sebastian’s Weihnachtsnachtisch hat sich als Super-Kalorien-Granate erwiesen – aber an dieser Stelle will ich Erzébet zitieren: „Das ist pur WELLNESS!“ J Sehr lecker. Ich freu mich schon aufs nächste Kochen.

THE WORLD PRESS EXHIBITION IM MILLENARIS

Eine sehr gute Fotoausstellung von den besten Fotografien aus der World Press. Sehr beeindruckende Kombination von fotografischem Talent und Reportage. Bilder mit viel Aussagekraft und je nach dem politisch, gesellschaftlich von höchster Relevanz für die Welt.

Und ich war dabei !!!!!!!!!!! YAYAYAY!! I’m loving it! Man genießt hier sehr viel Kultur. Man badet förmlich in ihr!

KUNSTPALAST BUDAPEST

Ein sehr modernes Gebäude, neu gebaut um wiederum der Kunst der Musik und Theater ein Zuhause zu bieten. Der Bezirk in dem ich jetzt wohne soll sogar nun als kleines Kulturzentrum ausgebaut werden. Das wird aber wohl noch ein paar Jahre dauern. Aber mit dem „Müveszetek Palotája“ sind die Budapester auf dem besten Weg dahin. Moderne Architektur für exzellente Akustik, an der ich allerdings einen kleinen Mangel zu vermerken habe: In der Philharmonie von Béla Bartok war dann doch tatsächlich ein „scheppern“ von der linken Seitenwand zu hören! Ein Manko, und zwar ein großes, das hoffentlich bald repariert wird. Dieser Laut zwar auch nur einmal zu hören und dann nicht mehr, aber sowas darf eigentlich nicht passieren. Der Eintritt war wirklich nicht teuer. Für fast 3 Stunden Unterhaltung, darunter eben Béla Bartok, ein 300 Köpfe-Chor UND eine Dichterlesung für insgesamt nur 400 Ft. man bekommt dafür hier in Budapest in dem ein oder anderen Café nicht einmal einen Macchiatto zu dem Preis. Von daher stört einen wohl eine undichte Verkleidung dann auch nicht mehr so sehr. ;)

BUDAPESTER HOCHSCHULTAGE

HEY! Ich durfte sogar ein bisschen arbeiten. Diesmal sogar für meine Heimatuni Regensburg. Die hatte nämlich an den Budapester Hochschultagen, die international ausgelegt waren, auch einen Stand an dem ich als Messehostess aushelfen durfte. War echt ein witziger Job eigentlich. Da steht man dann den ganzen Tag und wartet auf neugierige und interessierte Studenten, die sich für ein Studium im Ausland interessieren, vorzugsweise natürlich in Regensburg. Problem war dabei aber, dass diese Tage an einem Wochenende stattgefunden haben und die meisten Studenten bereits heimgereist waren. Somit waren wir nicht selten alleine. Da hab ich mir aber auch wieder einen Akt geleistet. Diese Hochschultage haben in einer Uni (Müegyetem) auf Budaseite stattgefunden und die Treppenaufgänge sind mit Hacken versehen, damit man, falls hoher Besuch kommt, einen roten Teppich auslegen kann. Ich trug, um einen eleganten Eindruck, vor allem auch positiven, hohe Schuhe an einem der beiden Tage. Ich blieb mit dem Absatz an einem der Hacken hängen, als ich gerade auf dem Rückweg von

dem Büfe aus dem ersten Stock war, vollgepackt mit Tasse Café und so einigen Pogácsa (sehr leckeres ungarisches Gebäck), Treppe abwärts. Es flogen Tasse und Unterteller, samt Pogácsen, die sich auf dem Unterteller befanden. Ich, so akrobatisch wie ich mich in solchen Momenten immer sehr gerne gebe, hab es doch tatsächlich irgendwie geschafft, nur zwei Stufen tiefer auf meinen Knien zu stoppen. Super Aktion nach der ich schöne reife blaue Flecke davon getragen habe. Aber sonst ist zum Glück nichts schlimmes mehr passiert. Und ganz so viel Aufsehen habe ich, denke ich, auch nicht verursacht ;)

CONFISERIE GERBOUD

In einem der bekannstesten Konfiserien hier in Budapest, dem Gerboud, habe ich mir mit Freunden eine sehr bekannte Torte, genannt „Dobos“ schmecken lassen. Die Lage und Gegend dort ist sehr schön, dennoch ist das Gerboud wg. starkem Touristenzulauf einfach viel zu überteuert. Die Torte hat geschmeckt, aber ich glaube, dass eine kleine Confiserie, die noch so publik ist, mit Sicherheit bessere Leckereien zu günstigeren Preisen anbietet. Mal wieder ein Punkt an dem noch geforscht werden muss ;)

AUF DER SUCHE NACH AMARETTO








Es hat mich durchaus gefordert als ich bereits in den Xten Laden eingetreten bin um verzweifelt zu unserem tollen Kochabend, das nötige Amaretto für die Nachspeise zu besorgen. Aber ich habe es geschafft!!! Das will ich gleich mal vorwegnehmen. Und nebenbei habe ich ein fenomenales Panorama entdeckt – die Matyastemplom – die Matthiaskirche zu deutsch, die Abends in wunderschönem Licht erscheint. Ein Traum... da hab ichs nicht lassen können diesen Blick zu dokumentieren und aus dem anliegenden Brunnen gleich mal einen See zu zaubern J

VERPASSTER SONNENAUFGANG

Ich gab nur eine Anweisung „So Jungs, jetzt bitte mal cool kucken“! und dabei ist dieses Bild entstanden! Darf ich vorstellen: Das ist Veit, Lukas und Bernd! Sie sind bereits sehr gespannt auf den Sonnenaufgang in Budapest, in die Ferne blickend, nachdenklich wartend und „abkühlend“ mit Bier in der Hand, warten sie gemeinsam auf den Moment!

Der Titel sagt schon alles – es war zu kalt!

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